ViFa Benelux-Blog online!

Das ViFa Benelux-Blog ist ein neues Informationsangebot des Sondersammelgebietes Benelux für die Disziplinen Niederlandistik, Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung. Die Redaktion wertet laufend eine Vielzahl von Webseiten, Newsletters, Mailinglisten usw. aus, um die Blog-Leser über wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, Angebote zur Informationsversorgung, neue Entwicklungen im Bereich der fachlichen Infrastruktur und sonstige fachlich relevante Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten.

Das Weblog ist Ende November 2011 als eines der ersten Module der im Aufbau befindlichen Virtuellen Fachbibliothek (ViFa) Benelux online gegangen. Es löst den seit dem Jahr 2006 betriebenen SSG Benelux-Service NedGuide-Aktuelles ab. Die in NedGuide-Aktuelles publizierten Fachnachrichten wurden in das Archiv des ViFa Benelux-Blogs übertragen, soweit sie noch Aktualitätswert hatten.

Das Projektteam der ViFa Benelux bedankt sich herzlich bei Michael Hohlfeld (vascoda) für die freundliche Unterstützung beim Aufbau des Blogs!

Kontakt:
Ilona Riek
Projekt ViFa Benelux
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3
48143 Münster

Tel.: 0251-83 240 71
E-Mail

Integration externer Datenquellen in die Bibliothekswebsite – die TYPO3-Extension libconnect

2010 hat sich die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg dazu entschieden, beim Relaunch der Website “Bibliothekssystem Universität Hamburg” das Content-Management-System als technische Basis zu wechseln. Die Wahl fiel auf das freie und weit verbreitete CMS TYPO3. Die SUB Hamburg hat im Zuge des Relaunches als ein zentrales Ziel die bessere Einbindung externer Datenquellen in die Außendarstellung des Bibliothekssystems vorgegeben. Dafür wurden drei Lösungsansätze verfolgt:

Die Simulation einer Integration: Hier wird eine Integration vorgetäuscht, indem das Layout in einem Drittsystem nachgebaut und nahtlos an das CMS der SUB-Hamburg angepasst wurde. Als Beispiel mag hier der Dokumentenserver der Dissertationen der Universität Hamburg dienen:
http://ediss.sub.uni-hamburg.de/

Die Integration eines Dienstes per iFrame: Wo kleine Informationssysteme über keine geeignete Schnittstelle zur Abfrage der Daten verfügten, wurden diese per iFrame in die Website integriert. Ein Beispiel hierfür ist der HANS-Katalog – der Nachlass und Autographenkatalog der SUB Hamburg: http://www.sub.uni-hamburg.de/recherche/hans.html

Die unmittelbare Integration durch eine TYPO3-Extension: Das primäre Ziel der Integrationsbemühungen ist die unmittelbare Integration externer Inhalte über eine Schnittstelle in die Website. Dazu ist die Entwicklung einer TYPO3-Extension notwendig, die die Inhalte abruft und dann direkt in der Website zur Anzeige bringt.

Als Beispiel für die dritte Lösungsmöglichkeit dient die TYPO3-Extension libconnect, die die Ergebnisse aus den Informationssystemen EZB und DBIS der Universitätsbibliothek Regensburg direkt in das TYPO3-System einbindet. So lassen sich die Inhalte der beiden Informationssysteme medienbruchfrei im Layout der jeweiligen Website darstellen:

http://www.sub.uni-hamburg.de/recherche/elektronische-zeitschriften.html

Diese Erweiterung, die die SUB Hamburg in Kooperation mit der Agentur für neue Medien AVONIS und in enger Abstimmung mit der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt hat, ist zum Projektende als offizielle Extension veröffentlicht worden und steht nun unter dem Namen libconnect im offiziellen Extension Repository von TYPO3 kostenfrei zur Verfügung:
http://typo3.org/extensions/repository/?tx_terfe_pi1[view]=search&no_cache=1&tx_terfe_pi1[sword]=libconnect

Die Installation der Extension erfolgt wie bei jeder anderen TYPO3-Extension. Für die Einrichtung der Extension ist ein kurzes Handbuch im Extension Repository zur Verfügung gestellt. Für die Einrichtung ist ein wenig TYPO3-Knowhow im Umgang mit Extensions notwendig.

Für Fragen zu der Extension steht Herr Dr. Finck von der SUB Hamburg zu Verfügung (finck@sub.uni-hamburg.de), bei  Rückfragen für die Anbindung an Regensburg hilft Ihnen Herr Schupfner (gerald.schupfner@bibliothek.uni-regensburg.de). Bei  Fragen zur Einrichtung, Anpassung oder Weiterentwicklung der Extension bietet die Agentur Avonis als Partner kostenpflichtigen Support an (hamburg@avonis.com).

Erste Produkte der ViFa Benelux im Web verfügbar

Geraume Zeit vor dem Onlinegang der ViFa Benelux kann das Sondersammelgebiet Benelux mit der EZB- und der DBIS-Fachsicht Benelux jetzt bereits zwei ViFa-Module präsentieren, die unabhängig von der ViFa im Internet zu nutzen sind. In der EZB-Fachsicht Benelux sind aktuell 219 elektronische Zeitschriften für die Disziplinen Niederlandistik, Niederlande-Studien und Beneluxforschung zu finden. In der DBIS-Fachsicht sind momentan 123 frei im Web verfügbare bzw. lizenzpflichtige Datenbanken enthalten. Beide Angebote werden stetig aktualisiert und erweitert.

Im Interesse der Nutzer/innen wurde dem stark interdisziplinären Ansatz des Faches Niederlande-Studien beim Aufbau beider Angebote Rechnung getragen, indem auch Fachgebiete wie Kunstgeschichte, Medien, Kommunikation, Publizistik, Theater, Film und Wirtschaftswissenschaften berücksichtigt wurden, die nicht zum Sammelprofil des SSG Benelux gehören.

Das Projekt ViFa Benelux läuft noch bis Ende August 2012. Die Freischaltung der ViFa soll jedoch schon zu einem früheren Zeitpunkt mit einer Beta-Version erfolgen. Dann werden die EZB- und die DBIS-Fachsicht selbstverständlich auch im Layout der ViFa zur Verfügung stehen.

Zur EZB-Fachsicht Benelux
Zur DBIS-Fachsicht Benelux

Kontakt:
Ilona Riek
Projekt ViFa Benelux
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3
48143 Münster

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Academic LinkShare Verbundtagung an der BSB in München

In der vergangenen Woche haben sich die Verbundpartner von Academic LinkShare zu Ihrer Frühjahrstagung an der Bayerischen Staatsbibliothek in München getroffen. Nachdem auf dem letzten Treffen der Paternoster der ZBW viele begeisterte, fand die Tagung diesmal nur nur zwei Türen neben der Schatzkammer der BSB statt.

Im Verbund ALS haben sich Bibliotheken zusammengeschlossen, um die Mühen der Erschließung von Webseiten für Virtuelle Fachbibliotheken und ViFas kooperativ zu schultern.  Aus dem so geschaffenen Datenpool werden derzeit über 90.000 Datensätze in 17 Portalen präsentiert.

Technische Basis der Zusammenarbeit in ALS  ist das LinkShare-System, das, wie auch die Geschäftsstelle, an der SUB Hamburg beheimatet ist.  Finanziert wird der Verbund durch die Beiträge der Partner,  die im Gegenzug auf den halbjährlichen Tagungen  auch über die Ausrichtung des Verbundes und die Regeln der Erfassung gemeinschaftlich bestimmen.

Ein wichtiger Nebeneffekt der Treffen ist der regelmäßige inhaltliche und technische Austausch unter ViFa-Betreibern, der einen zunehmend größeren Raum einnimmt. Wichtige Themen waren diesmal unter anderem das Relaunch der VifaMusik, neue Browsingmöglichkeiten in Propylaeum, sowie eine bessere Einbindung von Normdaten und die Frage nach dem Umgang mit Apps .

Kontakt:

Jens Wonke-Stehle

Geschäftsstelle Academic LinkShare

Staats- und Universitaetsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Telefon (040) 4 28 38-22 24
E-Mail: jens.wonke-stehle@sub.uni-hamburg.de

eDoc.ViFaPol – Volltextrepositorium der ViFaPol

Vor einiger Zeit wurden hier bereits die Dokumentenserver der ViFas vorgestellt. eDoc.ViFaPol, der Server der ViFaPol, fehlte damals, denn er war zu diesem Zeitpunkt als ein eher unsichtbares Rädchen des Fachportals im Hintergrund tätig.

Nun wurde eDoc.ViFaPol komplett überarbeitet und hat eine neu designte Nutzeroberfläche mit eigenen Recherchefunktionalitäten bekommen. Der Dokumentenserver wird so zu einem eigenständigen Modul der ViFaPol. Gleich auf der Startseite können Sie im Volltext der bislang etwa 2600 auf eDoc.ViFaPol gespeicherten Dokumente recherchieren und Informationen über Neuaufnahmen informieren als RSS-Feed abonnieren.

Mehr Recherchemöglichkeiten und mehr Transparenz

Daneben steht auch eine erweiterte Suche zur Verfügung und es kann im Bestand nach den liefernden Einrichtungen, Schriftenreihen, Erscheinungsjahren, Themen (DDC-Klassifikation) und Sondersammelgebieten gestöbert werden. So werden weitere Zugriffsmöglichkeiten auf die Dokumente eröffnet und man kann sich ein besseres Bild über die Zusammensetzung des  Bestands machen.

Nach wie vor ist eDoc.ViFaPol in die Metasuche der ViFaPol eingebunden. Auf dem Server gespeicherte Dokumente werden in dem OPAC der SUB Hamburg katalogisiert und  können so als Teil des SSG-OPACs Politikwissenschaft und Friedensforschung recherchiert werden.

Weiterentwicklung der ViFaPol

Die nächsten Arbeiten werden nun eher unter der Haube des Servers vorgenommen: Verbesserung der Metadaten, Einbindung in Repositoriennetzwerke und mittelfristig die Zertifizierung durch DINI e.V. . Die Überarbeitung von eDoc.ViFaPol ist als Vorstudie eingebettet in die Weiterentwicklung der  ViFaPol insgesamt. Im Projekt Akte20.09 wird die ViFaPol derzeit um die Fachgebiete Verwaltungs- und Kommunalwissenschaften erweitert und technisch erneuert (Mehr dazu im Projektblog von Akte20.09).

Wir freuen uns über jedes Feedback.

Kontakt:

Jens Wonke-Stehle (Projektkoordinator Akte20.09)

jens.wonke-stehle@sub.uni-hamburg.de

Virtuell Vernetzt: Edumeres.net – Virtuelle Arbeits- und Forschungsumgebung für die Bildungsmedienforschung freigeschaltet

Das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung präsentierte am 9. Februar 2011 die Virtuelle Arbeits- und Forschungsumgebung des Informations- und Kommunikationsportal Edumeres.net in einer feierlichen Abendveranstaltung.

Die Vorstellung des Portals und der offizielle Online-Gang der Virtuellen Arbeits- und Forschungsumgebung fanden im Rahmen des 2-tägigen Workshops „Virtuelle Forschungsinfrastrukturen für die Geschichtswissenschaft“ statt, zu dem Kolleginnen und Kollegen verschiedener geisteswissenschaftlicher Fachportale geladen waren.

Gemeinsam mit Experten der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Trier, der Bayerischen Staatsbibliothek München, des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, der Stiftung deutsche geisteswissenschaftliche Institute im Ausland sowie Vertretern des Projekts „Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities“ diskutierte das Team von Edumeres.net über die inhaltlichen und technischen Herausforderungen, die wissenschaftliches Arbeiten im virtuellen Raum mit sich bringt. Dabei wurde vor allem nach konkreten Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustauschs beim Aufbau von virtuellen Infrastrukturen in der Geisteswissenschaft gesucht. Eine Verstetigung der Zusammenarbeit wurde verabredet.

Zum Auftakt der feierlichen Präsentation am Abend des 9. Februar hob die Direktorin des Georg-Eckert-Instituts, Prof. Dr. Simone Lässig, besonders hervor, dass das Institut „mit Edumeres und insbesondere mit der Virtuellen Forschungsumgebung [..] auf veränderte Informationsbedürfnisse und wissenschaftliche Arbeitsweisen auch in Geistes- und Sozialwissenschaften reagieren, aber den Wandel auch aktiv mitbefördern“ wolle.

Dr. Rüdiger Hohls, Leiter des Bereichs „Historische Fachinformatik” am Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin, betonte in seinem einführenden Vortrag: „Virtuelle Forschungsumgebungen wie Edumeres.net machen aus der latenten Informatisierung unserer Arbeits- und Forschungswelt einen proaktiven Prozess, der nicht nur technische, organisatorische oder institutionelle, sondern eben auch ideologische, politische und wissenschaftskulturelle Aspekte mit einschließt.“

Vortrag Edumeres.net Andreas Fuchs

Vortrag Edumeres.net von Andreas L. Fuchs

Anschließend stellte Andreas L. Fuchs, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut, das Portal und insbesondere die Virtuelle Arbeits- und Forschungsumgebung vor. Am Beispiel konkreter Projekte wurde deutlich, wie weltweit vernetzte Zusammenarbeit durch die Arbeits- und Forschungsplattform erleichtert wird. A. Fuchs machte deutlich, dass „die Entwicklung nur in enger Abstimmung mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfolgen kann. Die Werkzeuge müssen genau zu den Anforderungen und Arbeitsweisen der Anwender passen, damit sie von Nutzen sind“. Der große Vorteil von Edumeres.net sei die Integration verschiedener Dienste unter einer Oberfläche.

Der Aufbau und die Erprobung der virtuellen Forschungsumgebung wird durch die Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und erfolgt in Zusammenarbeit mit der Connecta AG (Typo3-Entwicklung) und Christoph Schüßler (Design). Nach dem Ende der Aufbauphase wird der Dienst vom Georg-Eckert-Institut als Daueraufgabe nachhaltig bereitgestellt.

Das Georg-Eckert-Institut ist ein anerkanntes, international vernetztes Referenzzentrum für Schulbuchforschung und seit dem 1. Januar 2011 eines von 87 Vollmitgliedern der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL).

Team Edumeres.net

Team Edumeres.net: Sylvia Brink, Roderich Henrÿ, Kathleen Reiß, Dennis Schilling, Robert Strötgen, Andreas L. Fuchs (v.l.n.r.)

Wiki zur Evaluation von Informationssystemen (Evalinfo) – Marketingkonzept zeigt die schlummernden Potenziale

Ein Beitrag von Dipl.-Bibl. Christian Woll, Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn

Wiki zur Evaluation von Informationssystemen (Evalinfo)Mit Hilfe von Evaluationen lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung eines Internetangebots sehr wertvoll sein können. Gerade im Kontext von Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportalen, die in hohem Maße von Projektfördermitteln abhängig sind, spielen Evaluationen eine wichtige Rolle. Um Projektverantwortliche sowie Portal- und Datenbankanbieter bei ihren Evaluationsvorhaben zu unterstützen, hat das Informationszentrum (IZ) Bildung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) das Wiki zur Evaluation von Informationssystemen (Evalinfo) entwickelt. Es ist seit März 2008 unter http://evalinfo.dipf.de online zugänglich.

In dem Wiki werden einerseits Informationen zur Evaluationsplanung, zur Datenerhebung und -analyse und zu methodischen Ansätzen und andererseits konkrete Materialien (z. B. Fragebögen, Checklisten) angeboten. Im Gegenzug soll das Informationsangebot laufend durch die Fach-Community erweitert werden (z. B. durch zusätzliche Beiträge und Materialien). Bislang sind die Nutzung und vor allem die Mitwirkung am Wiki sehr gering. Dies wurde zum Anlass für ein Projekt im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiums „Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Master in Library and Information Science – MALIS)“ der Fachhochschule Köln genommen. Es sollte in Abstimmung mit dem DIPF ein Marketingkonzept für Evalinfo erarbeitet werden. Die Informationsbasis hierfür bildete eine Situationsanalyse. Einen wesentlichen Bestandteil der Situationsanalyse stellte eine Bedarfsanalyse dar, die zum Ziel hatte, die Erwartungen und Anforderungen der Zielgruppe an das Wiki zu eruieren. Zu diesem Zweck wurden telefonische Kurzinterviews mit insgesamt acht Personen aus der Hauptzielgruppe der Betreiber von Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportalen durchgeführt. Um die Vollständigkeit und Vergleichbarkeit der Interviews sicherzustellen, wurde als Erhebungsinstrument ein Interviewleitfaden eingesetzt.

Ein zentrales Ergebnis der Kurzinterviews ist, dass ein hoher Bedarf an beispielhaften Darstellungen bereits durchgeführter Evaluationsvorhaben besteht. Dieser Bereich (Kategorie „Projekte“, http://evalinfo.dipf.de/evalinfo/index.php/Kategorie:Projekte) ist im Wiki bislang stark unterrepräsentiert. Um die Sammlung von Evaluationsstudien in nennenswertem Umfang erweitern zu können, bedarf es der Unterstützung durch die Community. Alle, die entsprechende Studien durchgeführt oder daran beteiligt waren, sind herzlich eingeladen, diese im Wiki bereit zu stellen. Im Bereich „Projekte“ steht eine Vorlage für kurze Projekt-Artikel zur Verfügung, anhand derer die Evaluationsvorhaben von den Wiki-Nutzerinnen und Nutzern selbst beschrieben werden können. Evaluationsergebnisse in Form von Dateien oder Hinweise auf bereits online zugängliche Evaluationen können gerne auch per E-Mail an Herrn Schindler vom DIPF übermittelt werden (schindler@dipf.de).

Ebenso wurde von den Interviewten Interesse am Ausbau der „Materialsammlung“ (http://evalinfo.dipf.de/evalinfo/index.php/Materialsammlung) geäußert. Diese liefert konkrete Materialien (Fragebögen, Leitfäden etc.), die an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Wiki-Nutzerinnen und -Nutzer können entsprechende Materialien selber als Datei hochladen. Voraussetzung hierfür ist eine vorherige Anmeldung bzw. Registrierung (http://evalinfo.dipf.de/evalinfo/index.php/Spezial:Anmelden).

Der Projektbericht ist in einer modifizierten Version hier abrufbar:
http://evalinfo.dipf.de/evalinfo/upload/Projektbericht_Evalinfo_Woll.pdf.

Kick-Off der ViFa Benelux

Am 27.09.2010 fand an der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster die Auftaktsitzung des Projektes ViFa Benelux statt. Das gemeinsam von der ULB Münster und der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) Köln durchgeführte DFG-Projekt wurde am 01.09.2010 gestartet und hat eine Laufzeit von 2 Jahren.

Die Veranstaltung bot den neu eingestellten Projektmitarbeiter(inne)n die Gelegenheit, alle Teammitglieder kennenzulernen, ein konkreteres Bild der Projektziele zu erhalten und eigene Anregungen in das Projekt einzubringen. Darüber hinaus wurden Fragen der internen Kommunikation sowie die nächsten Arbeitsschritte erörtert.

Zum Projektteam an der USB Köln gehören Ralf Depping, Peter Kostädt, Tatjana Mrowka und Heinrich Rohde. Das Team der ULB Münster besteht aus Frederic Arntz, Stephanie Klötgen, Jörg Lorenz, Theresa Lütke und Ilona Riek (Projektmanagement).

Weitere Informationen zum Projekt ViFa Benelux finden Sie hier.

Kontakt:

Ilona Riek
SSG Benelux
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3
48143 Münster

Tel.: 0251-83 240 71
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vascoda plant Neuausrichtung

Der vascoda e.V. hat, wie berichtet, im letzten Jahr seine für die nächsten Jahre geplanten Aktivitäten im Rahmen eines Zukunftskonzeptes beschrieben und dieses dem Ausschuss für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG vorgelegt.  An die Vorlage dieses Konzeptes war die Mittelfreigabe des zweiten Projektjahres für vascoda 2010 geknüpft.

Das  Zukunftskonzept benannte als Betätigungsfelder von vascoda den Betrieb und Ausbau des Einstiegs- und Rechercheportals vascoda und darauf aufbauender Dienste (Säule 1), die Koordination, strategische Unterstützung und das Marketing für die Vernetzung und den Wissensaustausch unter den beteiligten Fachportalen  (Säule 2) sowie internationale Kooperationen (Säule 3).

Votum des AWBI: Konzentration auf Säule 2, kein Weiterbetrieb des vascoda-Portals

Der AWBI hat dann Ende 2009 in seiner Stellungnahme zum Zukunftskonzept empfohlen, dass vascoda zukünftig ausschließlich die Säule 2 weiter verfolgen soll. Nur diesem Handlungsfeld werden seitens des AWBI ausreichende Zukunftschancen zugesprochen und ein entsprechender Unterstützungsbedarf der Mitgliedseinrichtungen und ihrer Angebote prognostiziert. Gleichzeitig wurden die Mittel für das zweite Projektjahr freigegeben, mit der Aufforderung, die Projektinhalte entsprechend des Votums anzupassen.

Empfehlung der vascoda-Gremien: Neuausrichtung und Ausweitung der Säule 2

Verständlicherweise hat das AWBI-Votum den vascoda-Vorstand sowie den Koordinierungsausschuss als lenkende Gremien des Vereins in den letzten Monaten und Wochen intensiv beschäftigt. In gemeinsamen Sitzungen musste letztendlich festgestellt werden, dass ohne die entsprechende bibliotheks- und förderpolitische Unterstützung der nachhaltige Betrieb des zentralen vascoda-Portals mit seinen Suchmöglichkeiten nicht gewährleistet und aufrecht erhalten werden kann. Die insbesondere für die Pflege und den Ausbau des vascoda-Suchraumes dauerhaft notwendige Grundfinanzierung kann realistisch betrachtet ohne zusätzliche Projektförderungen nicht aus dem Verein heraus realisiert werden, weder durch höhere Mitgliedsbeiträge noch durch das Angebot kostenpflichtiger Dienste. Eine fortlaufende Stellenfinanzierung für vascoda durch einzelne Mitgliedseinrichtungen, wie in den letzen Jahren durch TIB und hbz erfolgt, kann natürlich nicht erwartet werden. Andere Förderer/ Geldgeber sind nicht in Sicht, insbesondere, da politisch mit der Digitalen Bibliothek Deutschland ein anderes Projekt im Fokus steht.

Daher haben Vorstand und Koordinierungsausschuss den Vereinsmitgliedern auf einer Mitgliederversammlung  am 19. April in Berlin die Empfehlung unterbreitet, dem Votum des AWBI zu folgen und sich inhaltlich und strategisch auf die Säule 2 zu fokussieren sowie die dort genannten Aufgaben auszuweiten.

Mitglieder stimmen Neuausrichtung zu und fordern Konkretisierung künftiger Aufgaben und Dienste

Die Mitglieder haben der vorgeschlagenen Neuausrichtung im Grundsatz zugestimmt. Allerdings wurde auf der Mitgliederversammlung mehr als deutlich, dass es einer weiteren Konkretisierung der künftigen Aufgaben und Dienste von vascoda bedarf. Dies betrifft insbesondere die Aspekte Qualitätssicherung der Fachportale und  Standardisierung, welche neben Kommunikation und Wissenstransfer als künftige Aufgabenschwerpunkte angesehen werden.

Viele Mitglieder haben deutlich gemacht, dass Sie nur dann bereit sind, vascoda-Dienste und Aufgaben z.B. durch höhere Mitgliedsbeiträge dauerhaft mit zu tragen, wenn diese die Bedürfnisse der Fachportale spiegeln und einen echten Mehrwert bieten. Unklar blieb indes, welche Dienstleistungen hier im Einzelnen erwartet werden und wie ausgeprägt das Interesse aller Mitglieder tatsächlich ist.

Und was bedeutet dies nun konkret?

Im Rahmen des Projektes vascoda 2010 wollen wir in den nächsten Monaten alle vascoda-Mitgliedseinrichtungen gezielt befragen, um die Interessenlage besser beurteilen und das gewünschte Diensteportfolio von vascoda konkretisieren zu können. Diese Umfrage wird momentan vorbereitet. Die Ergebnisse werden wir nach derzeitigem Planungsstand Ende Oktober mit allen interessierten Mitgliedern diskutieren und weiter ausgestaltet. Ende November wird das Diensteportfolio dann den Mitgliedern im Rahmen einer Mitgliederversammlung zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Parallel werden wir zum Aspekt Qualitätssicherung und Standardisierung an der Definition und Aktualisierung eines Core-Sets an Modulen / Diensten von Fachportalen arbeiten. Aufbauend auf den Ergebnissen vorheriger Projektphasen möchten wir festhalten, was Fachportale heutzutage inhaltlich und technisch leisten sollten und können und die Portale dann gezielt beraten und unterstützen.
In diesem Kontext ist sicher auch die anstehende Evaluierung des SSG-Systems interessant, bei der die ViFas eine zentrale Rolle spielen und deren Ergebnisse sicher Auswirkungen auf das System der überregionalen Literaturversorgung haben werden.

Die Entwicklung des vascoda-Portals in seiner bisherigen Form und der Ausbau des Suchraumes ist faktisch eingestellt, der Betrieb wird aber durch das hbz weiter sichergestellt. Auch wenn wir im letzten Jahr doch einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben was Inhalte und einzelne Funktionen des Portals angeht, so ist doch klar, das ein Portal, welches nicht gepflegt wird, schnell veraltet und unbrauchbar wird. Daher muss vascoda als Rechercheportal kurz- bis mittelfristig abgelöst werden. Unter der bekannten Adresse www.vascoda.de werden wir dann voraussichtlich als zentrales Angebot das vascoda-Blog betreiben, ergänzt durch die Sammlungsbeschreibungen der bisherigen Fachzugänge und weitere Informationen rund um die Fachportale und die Mitgliedseinrichtungen. Eine Herausforderung wird hier sicherlich die Abgrenzung oder besser sinnvolle Verknüpfung zum sehr gut genutzten Informationsdienst Webis werden. Wann genau die vascoda-Suche eingestellt und die Umstellung erfolgen wird, dass ist noch nicht klar. Es wird aber noch in diesem Jahr sein.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie hier im Blog auf dem Laufenden halten.

Projekt ViFa Benelux genehmigt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das Projekt ‘Aufbau einer Virtuellen Fachbibliothek (ViFa) Benelux als Recherche- und Informationsportal für die Bereiche Niederlandistik und Beneluxforschung’ in vollem Umfang genehmigt. Gemeinsame Antragsteller sind die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (Sammelschwerpunkt Niederländischer Kulturkreis) und die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (Sammelschwerpunkt Belgien/ Luxemburg).

Die ViFa Benelux ist als zentrales wissenschaftliches Fachportal für die Bereiche Niederlandistik, Niederlande-Studien und Beneluxforschung im deutschsprachigen Raum geplant. Die Planungen orientieren sich eng an den im Rahmen einer Online-Umfrage erhobenen Wünschen der Zielgruppe. Ziel des Vorhabens ist es, Wissenschaftlern und Studierenden einen One-Stop-Shop für die Online-Recherche zu bieten sowie den fachlichen Austausch zu fördern.

Im Rahmen des Projektes wird es um die integrierte Bereitstellung fachlich relevanter Online-Bibliographien, -Datenbanken, E-Zeitschriften und Kataloge gehen. Parallel dazu wird der Aufbau neuer Informationsangebote angestrebt. Als neue Dienste sind ein fachlicher Dokumentenserver, ein SSG-OPAC, ein Forschungsführer, eine Fachsuchmaschine sowie ein Forum für die Fachkommunikation vorgesehen. Alle genannten Informationsquellen sollen, soweit möglich, unter einer gemeinsamen Oberfläche durchsuchbar sein. Besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus der Gewinnung von Kooperationspartnern auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene.

Zur Reduzierung des Arbeitsaufwandes soll der technische Betrieb der ViFa unter weitgehender Nutzung von Entwicklungen erfolgen, die bereits in anderem Kontext zum Einsatz kommen. So ist geplant, die Präsentationsumgebung mit der Portalsoftware IPS zu realisieren, da die USB Köln bereits IPS-Installationen für EconBiz, die Virtuelle Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften, und für das neue lokale Bibliotheksportal der USB betreibt. Das Designkonzept soll von dem Musterportal übernommen werden, das von der GESIS für Fachportale in vascoda entwickelt wurde. Als Basis für den Aufbau des zentralen Suchmaschinenindex ist die Open-Source-Suchmaschinenbibliothek Xapian vorgesehen, die derzeit für den Kölner UniversitätsGesamtkatalog erfolgreich im Einsatz ist. Im Hinblick auf den Aufbau eines fachlichen Dokumentenservers ergeben sich Synergieeffekte mit dem an der Westfälischen Wilhelms-Universität durchgeführten DFG-Projekt MIRO (Münster Information System for Research and Organisation), an dem auch die ULB Münster beteiligt ist. Als Repository wurde daher das hier eingesetzte Enterprise-Content-Management-System (CMS) Alfresco ausgewählt.

Kontakt:

Ilona Riek
SSG Benelux
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
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