EconBiz-Einführung mit Prezi

Prezi ist eine kostenlose Web-Software für das Erstellen von Präsentationen und Mindmaps.

Für EconBiz haben wir eine Prezi zur Einführung in die Angebote und Nutzungsmöglichkeiten erstellt:

econbiz-prezi

Ziel war es, den Nutzerinnen und Nutzern EconBiz auf spannende Weise näher zu bringen und eine Präsentation ins Netz zu stellen, die auch von Multiplikatorinnen / Multiplikatoren weitergetragen werden kann.

prezi_pfade
Und das geht so: Das Anmelden bei Prezi ist einfach und schnell, man braucht nur eine Mailadresse und ein Passwort. Nach einer Registrierung bei Prezi öffnet sich ein praktisch endloses weißes Zeichenblatt. Hierauf können Sie nun Bilder, Text, Zeichnungen, Filme … setzen. Durch Gruppieren, Formatieren und Vergrößern / Verkleinern der einzelnen Elemente richten Sie die Präsentation nach eigenen Wünschen her. Danach verbinden Sie diese durch Pfade, damit die Nutzerin / der Nutzer Ihren Gedanken folgen kann.

Zum Ansehen klicken Sie einfach auf den Vorwärts-Pfeil oder wählen Sie den Vollbild-Modus. Wenn Sie direkt in die Präsentation klicken, wird dieser Teil herangezoomt. Sie können die Präsentation auch auszoomen und sich einen Überblick verschaffen.

Im Bereich Learn Prezi gibt es verschiedene Tipps zum Erstellen von Prezi-Präsentationen. Die kleinen Erklärungen in Prezi selbst sind ebenfalls gut gemacht, so dass man ohne Vorkenntnisse schnell eine eigene Prezi erstellen kann.

Sie können auch vorhandene Prezis (z.B. die EconBiz-Prezi) kopieren, speichern und an eigene Bedürfnisse anpassen.

Was noch wichtig ist: Die kostenlose Version behält sich das Recht vor, alle Präsentationen online zu stellen und öffentlich zugänglich zu machen. Alles, was unter Verschluss bleiben soll, wäre hier also nicht richtig aufgehoben.

Viel Spaß beim Erstellen Ihrer Prezi!

Integration externer Datenquellen in die Bibliothekswebsite – die TYPO3-Extension libconnect

2010 hat sich die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg dazu entschieden, beim Relaunch der Website “Bibliothekssystem Universität Hamburg” das Content-Management-System als technische Basis zu wechseln. Die Wahl fiel auf das freie und weit verbreitete CMS TYPO3. Die SUB Hamburg hat im Zuge des Relaunches als ein zentrales Ziel die bessere Einbindung externer Datenquellen in die Außendarstellung des Bibliothekssystems vorgegeben. Dafür wurden drei Lösungsansätze verfolgt:

Die Simulation einer Integration: Hier wird eine Integration vorgetäuscht, indem das Layout in einem Drittsystem nachgebaut und nahtlos an das CMS der SUB-Hamburg angepasst wurde. Als Beispiel mag hier der Dokumentenserver der Dissertationen der Universität Hamburg dienen:
http://ediss.sub.uni-hamburg.de/

Die Integration eines Dienstes per iFrame: Wo kleine Informationssysteme über keine geeignete Schnittstelle zur Abfrage der Daten verfügten, wurden diese per iFrame in die Website integriert. Ein Beispiel hierfür ist der HANS-Katalog – der Nachlass und Autographenkatalog der SUB Hamburg: http://www.sub.uni-hamburg.de/recherche/hans.html

Die unmittelbare Integration durch eine TYPO3-Extension: Das primäre Ziel der Integrationsbemühungen ist die unmittelbare Integration externer Inhalte über eine Schnittstelle in die Website. Dazu ist die Entwicklung einer TYPO3-Extension notwendig, die die Inhalte abruft und dann direkt in der Website zur Anzeige bringt.

Als Beispiel für die dritte Lösungsmöglichkeit dient die TYPO3-Extension libconnect, die die Ergebnisse aus den Informationssystemen EZB und DBIS der Universitätsbibliothek Regensburg direkt in das TYPO3-System einbindet. So lassen sich die Inhalte der beiden Informationssysteme medienbruchfrei im Layout der jeweiligen Website darstellen:

http://www.sub.uni-hamburg.de/recherche/elektronische-zeitschriften.html

Diese Erweiterung, die die SUB Hamburg in Kooperation mit der Agentur für neue Medien AVONIS und in enger Abstimmung mit der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt hat, ist zum Projektende als offizielle Extension veröffentlicht worden und steht nun unter dem Namen libconnect im offiziellen Extension Repository von TYPO3 kostenfrei zur Verfügung:
http://typo3.org/extensions/repository/?tx_terfe_pi1[view]=search&no_cache=1&tx_terfe_pi1[sword]=libconnect

Die Installation der Extension erfolgt wie bei jeder anderen TYPO3-Extension. Für die Einrichtung der Extension ist ein kurzes Handbuch im Extension Repository zur Verfügung gestellt. Für die Einrichtung ist ein wenig TYPO3-Knowhow im Umgang mit Extensions notwendig.

Für Fragen zu der Extension steht Herr Dr. Finck von der SUB Hamburg zu Verfügung (finck@sub.uni-hamburg.de), bei  Rückfragen für die Anbindung an Regensburg hilft Ihnen Herr Schupfner (gerald.schupfner@bibliothek.uni-regensburg.de). Bei  Fragen zur Einrichtung, Anpassung oder Weiterentwicklung der Extension bietet die Agentur Avonis als Partner kostenpflichtigen Support an (hamburg@avonis.com).

Making of EconBiz4iPad

EconBiz-App für das iPad (externer Link: EconBiz-App auf Flickr)Bei den ersten Überlegungen zu einer mobilen Version von EconBiz sah ich noch eine recht simple Lösung vor mir: Fokus auf Suchzeile, Trefferanzeige so, dass sie auch gut auf ein kleineres Display passt, fertig. In Kooperation mit dem Know-Center habe ich gelernt, dass es auch noch ganz anders gehen kann. So standen hier eher die Nutzungsgewohnheiten des Mediums iPad im Vordergrund – verbunden mit der Möglichkeit dem Spieltrieb nachzugeben bzw. ein Suchportal nicht nur funktional sondern auch noch ansprechend zu gestalten.

Die Entwicklung einer iPad-Version stand unter dem Motto: Es soll einfach sein, es müssen nicht alle Optionen des Portals 1:1 abgebildet werden können und es soll einen Bezug zum mobilen Arbeiten geben. Die grundsätzliche optische Umsetzung – links ein aufgeschlagenes Buch mit der Trefferliste, rechts ein Notizblock mit weiteren Funktionen (Filtern, Links, Mailversand, Notizfunktion) – war schnell gefunden.
Auswahl von WiWi-Bibliotheken in der EconBiz4iPad-App (externer Link: EconBiz-App auf Flickr)Der Bezug zum mobilen Einsatz wurde durch die Integration einer Landkarte geschaffen. Grundlage für diese Karte bildete die Liste der Wiwi-Bibliotheken der UB Frankfurt. Die Liste der Bibliotheken soll einerseits dazu dienen, in einer fremden Stadt schnell nachschlagen zu können, wo man wohl Wiwi-Literatur finden kann, andererseits dient sie als Grundlage für die Verfügbarkeitsanzeige. In den Einstellungen kann man eine Heimatbibliothek auswählen und erhält dann die Verfügbarkeit für diesen Standort.

In der Entwicklungsphase hat das Know-Center sehr schnell einen Prototypen produziert und diesen wöchentlich weiterentwickelt, so dass wir immer „am lebenden Objekt“ sehen konnten, ob etwas funktioniert oder nicht. Es gab viele kurze Rückmeldeschleifen, wobei es meist nur um Kleinigkeiten ging, wie z.B. dass man nicht erkennen konnte, dass man gerade im Bereich Favoriten war und deshalb eine Suche manchmal 0 Treffer lieferte, weil man eben nicht im gesamten Suchraum suchte. Größere Probleme gab es nicht, außer, dass eingebettete Dienste manchmal nicht ganz rund laufen, was nicht an der App sondern an den externen Diensten liegt. Bei einzelnen Anbietern, die über Journals Online & Print angesprochen werden, scheint es bzw. in Einzelfällen Probleme mit der Browserkompatibilität (Safari) zu geben. So lassen sich ab und an PDFs bei bestimmten Anbietern nicht öffnen, da die Links nicht als solche erkannt werden. Manchmal ist auch das Layout einzelner Anbieter im Safari-Browser reichlich merkwürdig, aber das ist dann jenseits von unserem Einflussbereich. Da sich die verschiedenen Anbieter auch immer mehr auf mobiles Arbeiten einstellen, sind diese Probleme hoffentlich eine Frage der Zeit.

Sehr interessant war der eigentliche Anmeldeprozess der App. Nach dem Einreichen im Developer Center von Apple prüft Apple die Anwendung sehr genau, so dass man für diesen Prüfprozess in jedem Fall zwei oder mehr Wochen vorsehen sollte.

Feature-Liste:

  • intelligente Literatursuche mit angepassten Filtern
  • Direktzugriff auf hunderttausende Volltexte im PDF-Format
  • integrierte Veranstaltungssuche für BWL- und VWL-Events
  • kostenloser Live-Chat für schnelle Auskünfte und Recherchetipps
  • praktische Favoritenverwaltung mit Notiz- und Mail-Funktion
  • Suche nach Bibliotheken mit wirtschaftswissenschaftlicher Literatur in der Nähe
  • Verfügbarkeitsüberprüfung von Literatur

Ein kleines Werbevideo zur App gibt es hier:

Die vascoda Toolbar

Die vascoda-Community-Symbolleiste (Toolbar) gibt es nun schon seit Dezember 2009. Mittlerweile hat sich einiges getan, sowohl bei vascoda als auch beim Toolbar-Anbieter Conduit, so dass es Zeit wurde, die Toolbar ein wenig zu überarbeiten. Dies führt hoffentlich auch zu einer stärkeren Nutzung dieses aus meiner Sicht praktischen Werkzeugs.

Suchauswahl in der vascoda-ToolbarIm Suchfeld der Toolbar ist nun Conduit-seitig Microsofts Bing anstelle von Google voreingestellt. Es kann aber auch auf die vascoda-Blog-Suche oder auf die Suche in einem Fachportal umgestellt werden. Dafür bitte auf das kleine Dreieck hinter dem Suchbutton klicken (Pull-Downs-Menü) und die gewünschte Suche auswählen. Momentan sind 10 Fachportale eingetragen, die Suchanfragen per OpenSearch unterstützen. Weitere werden in Kürze folgen, perspektivisch sollen natürlich die Suchen aller ViFas und Fachportale über die Toolbar ansprechbar sein.

Über die Toolbar besteht direkter Zugriff auf die vascoda-News sowie auf die Fachportal-News per RSS-Feed sowie auf die Twittermeldungen von vascoda und einiger Fachportale. Zudem wird auf verschiedene weitere Social-Media-Angebote des vascoda e.V.  und seiner Mitglieder verlinkt. Auch dies wird noch weiter ausgebaut.

Darüber hinaus werden in der Toolbar auch die Partnerdienste und Informationssysteme dargestellt, die im Kontext der überregionalen Informations- und Literaturversorgung und der Infokompetensvermittlung eine Rolle spielen. Dies sind z.B. Webis – Sammelschwerpunkte an deutschen Bibliotheken und Lotse. Weiterhin wird auf die Angebote und Inhalte der Elekronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) , des Datenbank-Infosystem (DBIS) und der Zeitschriftendatenbank (ZDB) verlinkt. Die Bielefeld Academic Search Engine BASE wurde bisher als Suchmaske angeboten, welche sich in einem kleinen Fenster öffnete. Nun wird, wie bei den anderen Diensten, auf die verschiedenen Angebote von BASE direkt verlinkt. Über das Toolbar-Suchfeld kann aber auch eine Suche in BASE abgesetzt werden.  Neu augenommen in die Liste der Partnerdienste habe ich Nationallizenzen.de, um die NutzerInnen auch auf dieses Angebot besser hinzuweisen.

Die vascoda-Toolbar für Internet Explorer, Safari, Chrome und Firefox kann unter http://vascoda.mylibrarytoolbar.com/ kostenlos heruntergeladen werden und ist in Sekunden installiert.

Tipp: Sie haben die vascoda-Toolbar bereist installiert, sehen aber die Neuerungen nicht? Dann klicken Sie links in der Toolbar im Pull-Down-Menü hinter dem vascoda-Logo bitte auf “Symbolleiste aktualisieren”.

Hinweis und Angebot an vascoda-Partner: Wenn Sie für Ihre ViFa / für ihr Fachportal auch eine Toolbar einrichten oder Elemente zur vascoda-Toolbar ergänzen möchten, bin ich Ihnen gerne behilflich.

Suchfelder der ViFas zum Einbinden in beliebige Webseiten

Eine Reihe Virtueller Fachbibliotheken bietet ein Suchfeld zum Einbinden in beliebige Webseiten an.
Diese Suchfelder können bequem über einen kleinen HTML-Schnippsel z.B. in Fachinformationseiten von Bibibliotheken, Institutswebseiten oder die eigene Homepage integriert werden. Besucher dieser Seiten können dann eine Suche in diesen Fachportalen absetzen, die Suchergebnisse werden meist
in einem neuen Browser-Fenster in der Portalumgebung bzw. im jeweiligen Suchsystem angezeigt.
In der Regel ist es möglich und erlaubt, die im Quellcode angebenen Design-Attribute zu verändern oder zu ergänzen, so dass sich diese Suchfelder gut ins Look and Feel der eigenen Seiten einpassen lassen. Deutliche Hin- und Verweise auf das Fachportal mittels des Logos sind aber erwünscht.

Leider erlaubt es dieses Blog nicht, die verschiedenen Suchfelder der ViFas hier nutzbar anzuzeigen. Daher im Folgenden eine Liste der ViFas, die ein Suchfeld zum Einbinden anbieten, mit direktem Verweis auf die entsprechende Seite:

Alternativ bieten einige ViFas auch ein Such-Plugin bzw. OpenSearch-Plugin an, mit dem sich die Suche im Portal zur Suchleiste des Browsers hinzufügen lässt. Wird ein solches Plugin nicht aktiv angeboten, dann bietet sich z.B. für Mozilla-Browser das Add-on “Add to Search Bar” an, mit dem sich beliebige Suchfelder über die rechte Maustaste zur Browser-Suchleiste hinzufügen lassen. Vorsicht ist dabei aber geboten, wenn dass Suchstem mit einer Sessionverwaltung verknüpft ist und eine Suche nur mit einer gültigen Session funktioniert. Dann kann es sein, dass auf diese Weise hinzugefügte Such-Plugins nach Ablauf der Session-Gültigkeit nicht mehr funktionieren. Auch viele der hier nicht genannten ViFas und Fachportale unterstützen OpenSearch-Suchanfragen und lassen sich so in die Browser-Suchleiste einbinden.

Neues DINI-Zertifikat und gemeinsames Vokabular für Publikations- und Dokumenttypen

Folgende Informationen wurden mit freundlicher Genehmigung aus dem DINI-Newsletter 2010/1 entnommen:

Die DINI-Arbeitsgruppe “Elektronisches Publizieren” hat eine neue Version des DINI-Zertifikats veröffentlicht.  Die nunmehr dritte Auflage des DINI-Zertifikats Dokumenten- und Publikationsservice von 2010 trägt aktuellen internationalen Entwicklungen Rechnung und beschreibt, wie Dokumenten- und Publikationsservices das Open-Access-Publizieren wissenschaftlicher Dokumente standardisiert unterstützen können.

Das neue DINI-Zertifikat ist online abrufbar unter
http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=30686 bzw.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100109986.

Gemeinsam mit der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg hat die DINI-Arbeitsgruppe “Elektronisches Publizieren” zudem ein gemeinsames Vokabular für Publikations- und Dokumenttypen veröffentlicht. Die Broschüre ist als Nr. 12 in der DINI-Schriftenreihe erschienen.

Generelles Ziel dieses gemeinsamen Vokabulars ist es, den Metadatenaustausch im Bereich der Dokument- und Publikationstypen vor allem auf institutionellen und fachlichen Repositorien besser zu standardisieren.

Die Online-Version finden Sie unter
http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=30687 bzw.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100109998.

Warum Fachportale twittern sollten

Mit dem Microblogging-Dienst Twitter können kurze Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen versendet werden. Twitter gewinnt trotz dieser “Einschränkung”  zunehmend als Informations- und Kommunikationskanal und damit auch als Marketinginstument an Bedeutung.
Und dies ganz einfach auch deshalb, weil Twitter-Feeds mittlerweile sehr prominent in den Ergbnisslisten der großen Suchdienste auftauchen, aktuelle Twitter-Beiträge teils sogar in Echtzeit in die Suchergebnisse eingebunden werden und eben nicht nur übers Web, sondern auch über die Moblilfunknetze mit den ensprechenden Endgeräten jederzeit und unproblematisch abrufbar sind. Zudem sind die meisten relevanten Web 2.0-Anwendungen mit Twitter verbunden. Neue Bookmarks, Blogartikel oder Fotos und Videos können sofort getwittert werden, und anders herum können Twitter-Feeds in die diversen eigenen Webauftritte (Homepage, Blog, Facebook-Seite etc.) bequem eingebunden werden.

Momentan twittern nur sehr wenige Fachportale (unten mehr dazu). Immer mehr Bibliotheken twittern (z.B. über ihre Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit) und diejenigen davon, die ein Fachportal betreiben informieren so Ihre Follower (sprich Zielgruppe/n) auch über Aktivitäten/Neuigkeiten ihres Fachportals. In vielen Fällen twittern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliotheken und somit zum Teil auch Verantwortliche für die Fachportale und berichten in Ergänzung oder unabhängig vom offiziellen Kanal natürlich auch über ihre Arbeit.  Das LIS-Wiki gibt einen schönen Überblick über die twitternden Bibliotheken und Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Was getwittert wird, dass kann sehr unterschiedlich wie vielfältig sein. Bibliotheken twittern z.B. über diverse Neuigkeiten aus dem Bibliotheksalltag (Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Baumaßnahmen, …), über Neuerwerbungen (Bücher, Lizenzen etc.) oder geben hier Antworten auf Nutzerfragen und bieten Recherche- und Lesetipps. Der Vorteil von Twitter im Gegensatz zu RSS-Feeds oder Newslettern per E-Mail ist, dass dieses Medium interaktiv ist, d.h. dass direkt und i.d.R. öffentlich auf Beitrage geantwortet und so offen kommuniziert wird/werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass Informationen durch so genannte Retweets schnell weiterverbreitet und über die eigenen Follower hinaus gelesen werden.

Welche Fachportale twittern schon? Aktiv twittern derzeit als solche erkennbar nur vier Fachportale. Das sind EconBiz – die Virtuelle Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften, das Slavistik-Portal, die Virtuelle Fachbibliothek Recht und das Fachportal Pädagogik.
EconBiz twittert Hinweise auf wirtschaftswissenschaftliche Veranstaltungen, welche im Veranstaltungskalender des Portals gesammelt werden und dort auch per RSS-Feed abrufbar sind. Neuigkeiten rund um EconBiz selbst werden zusammen mit anderen Informationen über den Twitter-Account der ZBW, der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften verbreitet.

Das Slavistik-Portal twittert neue Links aus dem Slavistik-Guide

Das Slavistik-Portal informiert per Twitter (alternativ zum ebenfalls vorhandenen RSS-Feed) über neue Links im Slavistik-Guide, dem Fachinformationsführer des Portals.
Die ViFa Recht twittert in Ergänzung zu ihren RSS-Feeds noch recht sporadisch über aktuelle Entwicklungen des Portals und über fachrelevante Veranstaltungen.
Das Fachportal Pädagogik informiert per Twitter (ebenso wie per RSS) über neue Publikationen auf dem peDOCCS-Dokumentenserver.
Die ZB MED, die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin twittert regelmässig auch über aktuelle Entwicklungen ihrer beiden Portale MEDPILOT und GREENPILOT, aber auch über weitere Belange der Einrichtung.
Das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) informiert in der Regel über Stellenausschreibungen in der Psychologie sowie über aktuelle Umfragen und Umfrageergebnisse, weniger über Neugigkeiten aus den Recherche- und Informationsdiensten.
cibera – die Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika/Spanien/Portugal – hat zwar einen eigenen Twitter-Account, der aber bisher nicht genutzt wird. Hier hat bisher Markus Trapp als langjähriger Projektmitarbeiter sehr erfolgreich über seinen privaten Twitter-Account auf Neuigkeiten aus dem Portal sowie auf neue Beitrage des von ihm verantworteten cibera-Blogs hingewiesen und tut dies jetzt auch “offiziell” über den Twitter-Account der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

vascoda, als Einstiegsportal und Verein der Fachportale twittert ebenfalls. Hier besteht für alle beteiligten Portale die Möglichkeit, auf Neuigkeiten hinzuweisen bzw. hinweisen zu lassen, sei es durch eine Kurznachricht oder den Verweis auf einen ausführlicheren Beitrag im eigenen Angebot oder im gemeinsamen vascoda-Blog. Dieser Kanal ist aber in erster Linie dafür da, die Nachrichten aus den Fachportalen zu aggregieren und ergänzt als Multiplikator die eigenen Aktivitäten, ersetzt diese hinsichtlich der unterschiedlichen Zielgruppen aber nicht.

Ein eigener kostenloser Twitter-Account für ein Fachportal ist schnell eingerichtet, eine Anpassung ans Layout des Fachportales z.B. über eineinsprechendes Hintergrundbild ganz einfach. Der Inhalt kann ohne großen Aufwand generiert werden, insbesondere dann, wenn ohnehin schon ein RSS-Feed angeboten wird, dessen Nachrichten dann über einen Aggregations-Dienst (z.B. FriendFeed) automatisch getwittert werden. Das Ganze kann jederzeit durch andere Beiträge und Retweets ergänzt werden. Zu achten ist natürlich auf die Qualität der Beiträge; nicht die Quantität machts. Die Regelung von Zuständigkeiten ist in einigen Einrichtungen sicher ein Thema, aber i.d.R. unproblematisch zu klären. Es können auch mehrere Personen über einen Account twittern und ihre Beiträge über ein Kürzel kenntlich machen. Eine Policy (wer darf was) ist meist überflüssig und bei einem so schnelllebigen Medium auch eher hinderlich.

Twitter ist für Fachportale eine effektive Unterstützung/Ergänzung der Öffentlichkeitsarbeit. Twitter dient aber  zugleich auch der Vernetzung mit anderen Portalen, mit Bibliotheken und Bibliothekaren und mit den Nutzerinnen und Nutzern. Dieser Austausch/Wissenstransfer ist Grundvoraussetzung für den erfolgreichen und nachhaltigen Betrieb eines Fachportales.

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