Zur Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda

In Rahmen des Workshops „Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung“ habe ich unsere Überlegungen zur Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda präsentiert.


(Präsentation am besten in Großansicht, Icon full unten links, betrachten)

Der Zugriff auf Volltexte und die Verfügbarkeitsprüfung gestaltet sich derzeit im vascoda-Portal wie folgt: Über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) nachgewiesene Zeitschriftenabonnements ermöglichen einen lizenz- und  standortabhängigen Zugriff auf elektronische Zeitschrifte und Artikel. Liegen ausreichend Informationen vor, dann führt die Verfügbarkeitsprüfung über die EZB-Ampel in vielen Fällen zum Volltext, mindestens aber auf die Zeitschriftenhomepage. Darüber hinaus wird über das so genannte Linkresolver-Gateway in die Nachweissysteme der Bibliotheken verwiesen, wo die lokalen Bestände und Zugriffsmöglichkeiten auf das in vascoda gefundene Dokument aufgezeigt werden.  (Mehr zur Verfügbarkeitsrecherche in vascoda.)
Auch wenn die bisherige Lösung schon in sehr vielen Fällen zum Erfolg führt, so ist die Umsetzung auch hinsichtlich der Benutzerführung und der Darstellung von Verfügbarkeitsinformationen verbesserungsfähig.  Durch das Weiterreichen von Trefferinformationen an die EZB oder in die lokalen Bibliothekssysteme wird zudem für die Nutzer der Weg zur Verfügbarkeitsinformation bzw. bis zum gewünschen Zugriff auf das Dokument doch recht lang. Die Zahl der notwendigen Klicks gilt es deutlich zu verkürzen.

Einen ersten Schritt bzgl. Darstellung haben wir schon vollzogen. Bis vor kurzen waren in der vascoda-Einzeltrefferanzeige die EZB-Ampel und der Link ‚Verfügbarkeit prüfen‘ visuell (zu recht unverständlich) von einander getrennt. Nun sind diese Funktionen in einer Zeile zur Verfügbarkeit zusammengefasst. Hier setzen nun auch unsere weiteren Überlegungen zur Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung an.

Wenke Röper (SBB-PK) zeigte in ihrem Beitrag des Workshops die Möglichkeiten der gemeinsamen Verfügbarkeitrecherche von gedruckten und elektronischen Zeitschriften über den Dienst Journals Online & Print (JOP) auf, in dem Informatioen aus der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und der EZB zusammenfließen. In Abhängigkeit vom Standort der Nutzer wird ermittelt, ob eine elektronische und/oder gedruckte Ausgabe der gesuchten Zeitschrift oder des Zeitschriftenartikels in der verfügbar ist. Damit kann, wie bei der EZB, direkt bis zum elektonischen Volltext verlinkt aber auch der Standort einer gedruckten Ausgabe in der jeweiligen Bibliothek angezeigt werden.
Icons von Journals Online & PrintJOP kann als Webservice sehr flexibel eingebunden werden. Der Icon-Dienst funktioniert hier im Prinzip wie die bekannte EZB-Ampel und gibt über dynamisch erzeugte Grafiken einen Überblick über den Verfügbarkeitsstatus. Neben einem Icon für die elektronische Ausgabe (in grün, gelb und rot mit den den bekannten Bedeutungen) symbolisiert ein zweites Icon die Druckausgabe. Verlinkt werden können die Icons dann mit dem HTML-Dienst, dem Pendant der EZB-Zwischenseite einer Bibliothek. Auf diese Seite werden dann alle ermittelten Informationen angezeigt.

In der vascoda-Verfügbarkeitsrecherche werden wir zeitnah in einem ersten Schritt auf diese Weise die EZB-Ampel ersetzen. Dies bringt als Mehrwert zunächst die Informationen zur Druckausgabe. Eine Verkürzung der Klick-Wege bringt aber erst die spätere Nutzung des XML-Dienstes mit sich, über den die ermittelten Verfügbarkeitsinformationen direkt im eigenen Umfeld – hier also in der Einzeltrefferanzeige – dargestellt und gestaltet werden können (z.B. auch mit der gewohnten Ampel-Symbolik).

Um ‚überflüssige‘ Klicks zu vermeiden, wollen wir auch die Weiterleitung für die lokale Verfügbarkeitsprüfung vereinfachen. Anstatt die Nutzer über die Standortauswahl des Linkresolver-Gateways zu schicken, soll diese Zuordnung künftig direkt im Portal  erfolgen. Lässt sich über die IP-Adresse des Nutzers eine Bibliothek bereits zuordnen, soll schon in der Einzeltrefferanzeige der Link ins entsprechende Nachweissystem angeboten werden. Das bringt zudem dem Vorteil, dass Neuzuordnungen zu einer Einrichtung auch gleich im Portal berücksichtigt werden können, z.B. durch Verwendung bekannter Identifier (Bib-ID, Sigel etc.) bei der Anzeige der JOP-Informationen.

Das bisherige Linkresolver-Gateway wird dadurch aber nicht überflüssig. Es soll vielmehr als Service für die Fachportale und andere Angebote ausgebaut werden, die dann im Rahmen eigener Verfügbarkeitsprüfungen über das Gateway bibliographische Informationen per OpenURL in die lokalen Nachweissysteme übertragen oder die im Gateway aggregierten Informationen dieser Systeme über eine XML-Schnittstelle nachnutzen können.
Nach der dringend notwendigen Aktualisierung des Gateways – welche wir derzeit vorbereiten – ist hier dann auch die Einbindung und prominete Darstellung von Verfügbarkeitsinformationen über den XML-Dienst von JOP sinnvoll. Da über diesen Dienst aber ja nur Zeitschriften und Zeitschriftartikel abgedeckt werden, bleibt hier, sowohl im Gateway als auch im Portal, zu überlegen, wie Verfügbarkeitsinformationen anderer Publikationstypen ermittelt und genutzt werden können. Perspektivisch ist hier sicher auch die Verfügbarkeitsrecherche mit DAIA interessant, welche Jakob Voß (VZG) beim Workshop vorgestellt hat. Ergänzt werden könnte die vascoda-Verfügbarkeitsprüfung natürlich auch noch mit Verweisen zu anderen Recherche- und allgemeinen Nachweissystemen (z.B. auch zum Karlsruher Virtuellen Katalog) sowie zu Dokumentlieferdiensten.

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