Mitteilung des Vorstands zur Auflösung des vascoda e.V.

vascoda e.V. – Mitteilung des Vorstandes

Mitglieder beschließen Auflösung des Vereins

Auf der letzten Mitgliederversammlung des vascoda e.V. am 4. November 2011 haben die Mitglieder einstimmig die Auflösung des Vereins zum Jahresende  beschlossen. Bei dieser Auflösungsversammlung waren 17 stimmberechtigte Mitglieder anwesend, mit Stimmrechtsübertragungen waren 26 von 41 Mitgliedseinrichtungen vertreten. In Anbetracht des Grundes der Versammlung war die Beteiligung beachtlich hoch und zeigte auch die Verbundenheit vieler Einrichtungen und Personen mit vascoda. Für das langjährige Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken.

Unstrittig bleibt wohl für alle Beteiligten, dass die Auflösung des Vereines jetzt ein notwendiger und unvermeidbarer Schritt ist, nachdem es zum einen nicht gelungen war, ein kooperatives und nachhaltiges Finanzierungskonzept für die Dienste und Aufgaben des Vereins zu finden und nachdem insbesondere die förderpolitische Unterstützung fehlte, um den Verein als Infrastrukturbetreiber oder Steuerungsgremium für die Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportale im Rahmen der überregionalen Literatur- und Informationsversorgung zu positionieren bzw. zu etablieren.

Eine dezidierte noch zu erfolgende Aufarbeitung der „vascoda-Historie“ ist in Anbetracht der vielen dabei zu betrachtenden Facetten sicherlich eine Herausforderung, aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion des scheinbaren Misserfolgs von vascoda aber notwendig. Projekte können aus den verschiedensten Gründen ihre anvisierten Ziele verfehlen, letztlich kommt es darauf an, dies im richtigen Kontext zu betrachten und daraus zu lernen. Aus Sicht des Vorstandes war vascoda als Projekt  an vielen Stellen erfolgreich, nicht aber als dauerhafte Infrastrukturmaßnahme. Nationale Infrastrukturförderung lässt sich eben nicht mit Forschungsförderung realisieren, sondern setzt aus unserer Sicht und Erfahrung neben einer verlässlichen Finanzierung auch die Bereitschaft der Partner voraus, die eigenen Ziele einer koordinierenden strategischen Steuerung anzupassen. Diese Voraussetzungen waren wohl weder bei den möglichen Zuwendungsgebern noch bei einigen  Mitgliedern des vascoda e.V. gegeben.

Der Vorstand des vascoda e.V.

Frau Barbara Schneider-Kempf, SBB-PK (Vorsitzende),
Herr Uwe Rosemann, TIB/UB Hannover (stellvertretender Vorsitzender),
Prof. Dr. Christian Wolff, Uni Regensburg (stellvertretender Vorsitzender),
Herr Ulrich Korwitz, ZB MED (Beisitzer)

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