vascoda-Blog goes Webis

Der vascoda-Verein löst sich auf und wird seine Aktivitäten zum Jahresende weitestgehend einstellen. Davon betroffen sind auch das vascoda-Blog sowie die weiteren Kanäle über die vascoda über aktuelle Entwicklungen in den Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportalen berichtet hat. Diese Angebote werden Anfang 2012 eingefroren.

Ziel des vascoda-Blogs war neben der Information der interessierten Öffentlichkeit, den Wissenstransfer zwischen den vascoda-Mitgliedern, also den Betreibern der ViFas, Fachportale und weiteren Fachinformationsangeboten zu unterstützen und zu befördern. Gestartet wurde das vascoda-Blog im Dezember 2008, seitdem wurden über 130 Beiträge veröffentlicht, und es wurde ingesamt ca.  120.000 mal auf das Blog zugegriffen. Dies betrachte ich durchaus als positive Bilanz.

Die Fortführung dieser Informations- und Austauschplattform unter dem Label vascoda macht nach der Vereinsauflösung keinen Sinn. Der Bedarf nach einer solchen Plattform ist aber nach wie vor vorhanden. Spätestens seit dem Bibliothekartag 2011 gab es konkrete Überlegungen, wie das Blog in seiner Funktion fortgeführt werden kann. Da die meisten vascoda-Partner ViFa-/Fachportalbetreiber sind und somit am System der überregionalen Informations- und Literaturversorgung beteiligt sind (z.B. als DFG-geförderte SSG-Bibliothek oder als zentrale Fachbibliothek), bietet es sich an, ein Blog im Rahmen von Webis zu betreiben, welches die oben beschriebene Aufgabe des vascoda-Blogs übernimmt.

Webis ist ein gut genutztes, etabliertes und von allen Beteiligten das SGG-Systems akzeptiertes Informationssystem, welches von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg als Wiki betrieben wird. Es lässt sich sehr gut um ein Blog erweitern und die Inhalte von Blog und Wiki können leicht miteinander verknüpft werden. Das Webis-Blog wird derzeit im Rahmen des Projektes vascoda 2010 durch die TIB und die SUB Hamburg aufgebaut und steht in Kürze zur Verfügung. Damit es nicht leer startet, werden die ViFa/Fachportal-relevanten Artikel aus dem vascoda-Blog übernommen und dabei Tags und Kategorienzuordnung angepasst.
Während im Webis-Wiki das SSG-System, die Sondersammelgebietsbibliotheken und deren Portale/Angebote umfassend dargestellt werden, sollen im Webis-Blog aktuelle Entwicklungen aus den ViFas und Fachportalen bzw. aus dem gesamten Themengebiet überregionale Literaturversorgung veröffentlicht und diskutiert werden. Zielgruppe des Webis-Blogs sind die Verantwortlichen der Sondersammelgebiete und der zugehörigen Webangebote (sprich ViFas/Fachportale), welche sich im Sinne eines Wissenstransfers über das Blog informieren und austauschen können, aber auch die Multiplikatoren sowie die NutzerInnen der Portale bzw. Bibliotheken („Endkunden“) selbst. Die künftigen Inhalte des Webis-Blogs sollen nach Möglichkeit über reine „Marketingtexte“ hinausgehen und z.B. auch die Umsetzung und Nachnutzbarkeit von Features beschreiben, den Sinn und Nutzen einzelner Angebote diskutieren und sich ggf. auch (selbst)kritisch mit dem SSG-System und der überregionalen Literaturversorgung in Deutschland auseinandersetzen.

Die bei der Auflösungsversammlung anwesenden vascoda-Mitglieder haben die Einrichtung des Webis-Blogs ausdrücklich begrüßt. Nicht verschweigen möchte ich aber die auch schon geäußerte Skepsis von vascoda-Partnern, die mit ihren Angeboten nicht zum SSG-System gehören. Auch diese Einrichtungen sollen sich und ihre Angebote im Webis-Blog, wie vorher im vascoda-Blog, weiterhin präsentieren können und auf diese Weise das bisherige Informationsangebot von Webis ergänzen.

Ich freue mich, dass ich zusammen mit Jens Wonke-Stehle von der SUB Hamburg in der Anfangszeit des neuen Webis-Blogs das Redaktionsteam bilden kann. Um das Webis-Blog nachhaltig und vor allem kooperativ betreiben zu können, werden aber noch weitere Mitglieder für eine verteiltes Redaktionsteam aus dem Kreis der Sondersammelgebiete und Fachportale gesucht. Dies geschieht derzeit in Abstimmung mit der AG SSG, der Arbeitsgruppe der Sondersammelgebiets-Bibliotheken.

Ich bedanke mich bei allen Autor/innen und Leser/innen des vascoda-Blogs und überhaupt bei allen vascoda-Partnern und freue mich auf ein Wiedersehen bzw. -schreiben und -lesen im Webis-Blog unter http://webis.sub.uni-hamburg.de/blog/  http://blogs.sub.uni-hamburg.de/webis/ (coming soon).

Bis dahin wünsche ich Ihnen ein schönes und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Michael Hohlfeld
Geschäftsstelle vascoda e.V.
c/o TIB Hannover
vascoda@vascoda.de

ZB MED hat Online-Videowettbewerb zu MEDPILOT und GREENPILOT gestartet

Der Wettbewerb richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer von MEDPILOT (www.medpilot.de) und GREENPILOT (www.greenpilot.de). In Kurzbeiträgen soll gezeigt werden, wie, wann und warum die Suchportale der ZB MED genutzt werden. Gefragt sind kurze, kreative Videos mit einfachen Mitteln. Zu gewinnen gibt es einen iPad 2.

Die Filme können alleine oder im Team erstellt und bis zum 20. Dezember 2011 auf der Website http://www.zbmed.de hochgeladen werden. Ab dem 21. November 2011 stellt die ZB MED die Videos auf ihren Seiten in Facebook (www.facebook.com/zbmed.bibliothek) und YouTube (www.youtube.com/user/ZBMED) ein. Das Video, welches bis zum 20. Dezember 2011 die meisten „Likes“ erhalten hat, gewinnt.

Alle Informationen zum Wettbewerb, Teilnahmebedingungen und ein Beispielfilm stehen auf der ZB MED-Website unter http://www.zbmed.de.

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vascoda-Portal offline

Neues DINI-Zertifikat und gemeinsames Vokabular für Publikations- und Dokumenttypen

Folgende Informationen wurden mit freundlicher Genehmigung aus dem DINI-Newsletter 2010/1 entnommen:

Die DINI-Arbeitsgruppe „Elektronisches Publizieren“ hat eine neue Version des DINI-Zertifikats veröffentlicht.  Die nunmehr dritte Auflage des DINI-Zertifikats Dokumenten- und Publikationsservice von 2010 trägt aktuellen internationalen Entwicklungen Rechnung und beschreibt, wie Dokumenten- und Publikationsservices das Open-Access-Publizieren wissenschaftlicher Dokumente standardisiert unterstützen können.

Das neue DINI-Zertifikat ist online abrufbar unter
http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=30686 bzw.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100109986.

Gemeinsam mit der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg hat die DINI-Arbeitsgruppe „Elektronisches Publizieren“ zudem ein gemeinsames Vokabular für Publikations- und Dokumenttypen veröffentlicht. Die Broschüre ist als Nr. 12 in der DINI-Schriftenreihe erschienen.

Generelles Ziel dieses gemeinsamen Vokabulars ist es, den Metadatenaustausch im Bereich der Dokument- und Publikationstypen vor allem auf institutionellen und fachlichen Repositorien besser zu standardisieren.

Die Online-Version finden Sie unter
http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=30687 bzw.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100109998.

vascoda plant Neuausrichtung

Der vascoda e.V. hat, wie berichtet, im letzten Jahr seine für die nächsten Jahre geplanten Aktivitäten im Rahmen eines Zukunftskonzeptes beschrieben und dieses dem Ausschuss für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG vorgelegt.  An die Vorlage dieses Konzeptes war die Mittelfreigabe des zweiten Projektjahres für vascoda 2010 geknüpft.

Das  Zukunftskonzept benannte als Betätigungsfelder von vascoda den Betrieb und Ausbau des Einstiegs- und Rechercheportals vascoda und darauf aufbauender Dienste (Säule 1), die Koordination, strategische Unterstützung und das Marketing für die Vernetzung und den Wissensaustausch unter den beteiligten Fachportalen  (Säule 2) sowie internationale Kooperationen (Säule 3).

Votum des AWBI: Konzentration auf Säule 2, kein Weiterbetrieb des vascoda-Portals

Der AWBI hat dann Ende 2009 in seiner Stellungnahme zum Zukunftskonzept empfohlen, dass vascoda zukünftig ausschließlich die Säule 2 weiter verfolgen soll. Nur diesem Handlungsfeld werden seitens des AWBI ausreichende Zukunftschancen zugesprochen und ein entsprechender Unterstützungsbedarf der Mitgliedseinrichtungen und ihrer Angebote prognostiziert. Gleichzeitig wurden die Mittel für das zweite Projektjahr freigegeben, mit der Aufforderung, die Projektinhalte entsprechend des Votums anzupassen.

Empfehlung der vascoda-Gremien: Neuausrichtung und Ausweitung der Säule 2

Verständlicherweise hat das AWBI-Votum den vascoda-Vorstand sowie den Koordinierungsausschuss als lenkende Gremien des Vereins in den letzten Monaten und Wochen intensiv beschäftigt. In gemeinsamen Sitzungen musste letztendlich festgestellt werden, dass ohne die entsprechende bibliotheks- und förderpolitische Unterstützung der nachhaltige Betrieb des zentralen vascoda-Portals mit seinen Suchmöglichkeiten nicht gewährleistet und aufrecht erhalten werden kann. Die insbesondere für die Pflege und den Ausbau des vascoda-Suchraumes dauerhaft notwendige Grundfinanzierung kann realistisch betrachtet ohne zusätzliche Projektförderungen nicht aus dem Verein heraus realisiert werden, weder durch höhere Mitgliedsbeiträge noch durch das Angebot kostenpflichtiger Dienste. Eine fortlaufende Stellenfinanzierung für vascoda durch einzelne Mitgliedseinrichtungen, wie in den letzen Jahren durch TIB und hbz erfolgt, kann natürlich nicht erwartet werden. Andere Förderer/ Geldgeber sind nicht in Sicht, insbesondere, da politisch mit der Digitalen Bibliothek Deutschland ein anderes Projekt im Fokus steht.

Daher haben Vorstand und Koordinierungsausschuss den Vereinsmitgliedern auf einer Mitgliederversammlung  am 19. April in Berlin die Empfehlung unterbreitet, dem Votum des AWBI zu folgen und sich inhaltlich und strategisch auf die Säule 2 zu fokussieren sowie die dort genannten Aufgaben auszuweiten.

Mitglieder stimmen Neuausrichtung zu und fordern Konkretisierung künftiger Aufgaben und Dienste

Die Mitglieder haben der vorgeschlagenen Neuausrichtung im Grundsatz zugestimmt. Allerdings wurde auf der Mitgliederversammlung mehr als deutlich, dass es einer weiteren Konkretisierung der künftigen Aufgaben und Dienste von vascoda bedarf. Dies betrifft insbesondere die Aspekte Qualitätssicherung der Fachportale und  Standardisierung, welche neben Kommunikation und Wissenstransfer als künftige Aufgabenschwerpunkte angesehen werden.

Viele Mitglieder haben deutlich gemacht, dass Sie nur dann bereit sind, vascoda-Dienste und Aufgaben z.B. durch höhere Mitgliedsbeiträge dauerhaft mit zu tragen, wenn diese die Bedürfnisse der Fachportale spiegeln und einen echten Mehrwert bieten. Unklar blieb indes, welche Dienstleistungen hier im Einzelnen erwartet werden und wie ausgeprägt das Interesse aller Mitglieder tatsächlich ist.

Und was bedeutet dies nun konkret?

Im Rahmen des Projektes vascoda 2010 wollen wir in den nächsten Monaten alle vascoda-Mitgliedseinrichtungen gezielt befragen, um die Interessenlage besser beurteilen und das gewünschte Diensteportfolio von vascoda konkretisieren zu können. Diese Umfrage wird momentan vorbereitet. Die Ergebnisse werden wir nach derzeitigem Planungsstand Ende Oktober mit allen interessierten Mitgliedern diskutieren und weiter ausgestaltet. Ende November wird das Diensteportfolio dann den Mitgliedern im Rahmen einer Mitgliederversammlung zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Parallel werden wir zum Aspekt Qualitätssicherung und Standardisierung an der Definition und Aktualisierung eines Core-Sets an Modulen / Diensten von Fachportalen arbeiten. Aufbauend auf den Ergebnissen vorheriger Projektphasen möchten wir festhalten, was Fachportale heutzutage inhaltlich und technisch leisten sollten und können und die Portale dann gezielt beraten und unterstützen.
In diesem Kontext ist sicher auch die anstehende Evaluierung des SSG-Systems interessant, bei der die ViFas eine zentrale Rolle spielen und deren Ergebnisse sicher Auswirkungen auf das System der überregionalen Literaturversorgung haben werden.

Die Entwicklung des vascoda-Portals in seiner bisherigen Form und der Ausbau des Suchraumes ist faktisch eingestellt, der Betrieb wird aber durch das hbz weiter sichergestellt. Auch wenn wir im letzten Jahr doch einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben was Inhalte und einzelne Funktionen des Portals angeht, so ist doch klar, das ein Portal, welches nicht gepflegt wird, schnell veraltet und unbrauchbar wird. Daher muss vascoda als Rechercheportal kurz- bis mittelfristig abgelöst werden. Unter der bekannten Adresse www.vascoda.de werden wir dann voraussichtlich als zentrales Angebot das vascoda-Blog betreiben, ergänzt durch die Sammlungsbeschreibungen der bisherigen Fachzugänge und weitere Informationen rund um die Fachportale und die Mitgliedseinrichtungen. Eine Herausforderung wird hier sicherlich die Abgrenzung oder besser sinnvolle Verknüpfung zum sehr gut genutzten Informationsdienst Webis werden. Wann genau die vascoda-Suche eingestellt und die Umstellung erfolgen wird, dass ist noch nicht klar. Es wird aber noch in diesem Jahr sein.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie hier im Blog auf dem Laufenden halten.

vascoda hat ein Blog

vascoda hat nun ein Weblog. Das wirft Fragen auf. Nicht nur bei uns. Und kaum ist das Blog eingerichtet, so wird es auch schon wahrgenommen und kommentiert. Und das ist gut so, auch wenn es so eigentlich nicht geplant war.

Nun gut, los gehts. Zur ‚Eröffnung‘ möchten wir zwei von vielen Fragen beantworten.

Warum betreibt vascoda ein Weblog?

Es gibt verschiedene Wege, wie sich vascoda nach innen und nach außen präsentiert. Ob gut und ausreichend, ist wohl der Ansatz vieler kritischer Betrachtungen. vascoda hat von Anfang an aus vielen Richtungen Kritik erfahren. Berechtigte und mitunter bizarre. Das ist aber auch kein Wunder, da vascoda ja letztlich aus vielen Beteiligten besteht. vascoda ist nicht nur das Portal (welches es mit Sicherheit nie allen recht macht), sondern auch ein Netzwerk von Bibliotheken und Fachinformationsanbietern mit ihren jeweiligen Angeboten, Projekten und Anforderungen, die alle ihre eigene Sicht auf den Sinn und Zweck von vascoda haben und diese selbstverständlich auch vielfältig darstellen.

Dieses Blog ist für uns nun ein weiterer Weg, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, über Entwicklungen im Kontext von vascoda und den beteiligten Fachportalen zu informieren, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Anforderungen darzustellen und vielleicht der Weg, darüber mit der Fachcommunity und den interessierten NutzerInnen zu diskutieren.

Warum nutzen wir für das vascoda-Weblog einen Hoster ?

Nun, auf Mutmaßungen, wir würden uns nun bemühen, keine Steuergelder für ein eigenes System zu verschwenden, möchten wir nicht weiter eingehen. Der Grund ist einfach: weil es einfach und schnell geht.

Im Rahmen des DFG-Projektes vascoda 2010 ist vorgesehen, dass wir ein eigenes Blog betreiben und die zugrunde liegende Infrastruktur auch den Fachportalen zur Nachnutzung zur Verfügung stellen. Soll heißen, die Fachportale sollen sich bei Bedarf ihr eigenes Blog bei vascoda einrichten und/oder sich inhaltlich am vascoda-Blog beteiligen können. Gründe, warum eine an sich einfache Installation einer Blogsoftware Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen kann, gibt es viele. Da wir nicht warten wollen, bloggen wir vorerst hier.

Noch Fragen? Dann gerne.

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