Neu im vascoda-Portal: erweiterte Suche, COinS und mehr

Der Sommer scheint vorerst vorbei, die Sommerpause ist es auf alle Fälle. Zeit zu berichten, was es Neues im vascoda-Portal gibt, denn untätig waren wir, ebenso wie viele der Fachportale, nicht.

screenshot_erweiterte_Suche_vascodaErweiterte Suche

Die wichtigste Neuerung ist sicherlich die erweiterte Suche, die wir nun freigeschaltet haben. In der erweiterten Suche besteht die Möglichkeit, in den Feldern Überall (entsprechend der einfachen Suche), Autor, Titel und Jahr zu suchen. Dies sind die Felder, die derzeit von allen Partnern der föderierten Suche* problemlos unterstützt werden.  Die verschiedenen Suchfelder der erweiterten Suche können mit und, oder bzw. nicht verknüpft werden, mehrere Suchwörter innerhalb eines Feldes sind in der Grundeinstellung mit und verknüpft (alle Wörter). Wie bisher in der Rubrik Suchen auch können die Fachgruppen, Fächer/Regionen und die zugeordneten Fachportale als Filter zum Einschränken des Suchraumes genutzt werden.

Die Ausweitung der erweiterten Suche auf weitere Felder, wie Abstracts und Schlagwörter, wird angestrebt. Auch sollen später noch verschiedene Suchoptionen und -filter hinzukommen (Suche nach bestimmten Publikationstypen, Art der Sortierung, etc.).

coins_und_zoteroCOinS und Literaturverwaltung

In den Trefferanzeigen sind nun COinS eingebunden. COinS steht für ContextObjects in Spans und ist eine Methode, bibliographische Informationen basierend auf dem OpenURL-Standard in eine HTML-Seite einzubinden. Interessant ist dies für Nutzer von Browser-Plugins wie Zotero oder anderen Literaturverwaltungsprogrammen, die nun Trefferinformationen aus vascoda direkt übernehmen können. Eine weitere Überarbeitung der Export-Funktionen (derzeit können Trefferinformationen per Mail als Text, im BibTeX- oder RIS-Format verschickt werden)  steht an. Als nächster Schritt ist hier zunächst der direkte Export nach BibSonomy und perspektivisch in andere webbasierte Literaturverwaltungssysteme geplant.

bookmarkdiensteSocial-Bookmarking

Die verschiedenen Seiten des vascoda-Portals können nun direkt mit ihrem jeweiligen permanenten Link an die Bookmarkportale Delicious.com, Mister Wong und BibSonomy übertragen werden. Ausnahme bilden hier derzeit noch die Trefferanzeigen, die als solche mit der aktuellen Suchanfrage nicht gebookmarkt werden können. Weitere Bookmarkdienste sollen noch hinzukommen (Vorschläge in den Kommentaren willkommen).

Fachzugänge

Interessant ist das Social-Bookmarking insbesondere für die Seiten der vascoda-Fachzugänge, in denen die Angebote der an vascoda beteiligten virtuellen Fachbibliotheken und Fachportale beschrieben werden.
Auch hier gibt es einige Verbesserungen in der Darstellung und bei den Inhalten. Insbesondere werden die Sammlungsbeschreibungen der Datenbanken nun durch die Verantwortlichen der Fachportale nach und nach um die Information ergänzt, wo diese Datenbanken durchsuchbar sind (in vascoda oder nur im jeweiligen Fachportal). Zudem werden auch immer mehr weitere Angebote der Portale, wie RSS-Feeds, Weblogs oder Online-Tutorials beschrieben und verlinkt. Diese Informationen wollen wir auf Dauer in eigenen Übersichten präsentieren.

Verfügbarkeitsprüfung

Über die vollzogenen und geplanten Verbesserungen der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda haben wir ja bereits berichtet. In der Einzeltrefferanzeige wurden die Verfügbarkeitsinformationen und -funktionen zusammengefasst und das OpenURL-Gateway zur Verlinkung in die lokalen Nachweissysteme von Bibliotheken von Fehlern befreit. Jetzt stehen die Aktualisierung und der Ausbau des Gateways auf dem Programm.

Dies und das

Neben einigen kleinen Layout-Anpassungen wurden in den letzen Monaten ingesamt eine ganze Reihe kleinerer und größerer Bugs im vascoda-Portal bereinigt. Dies macht sich in der Benutzbarkeit des Portales und der Recherchemöglichkeiten deutlich bemerkbar. Allerdings bleibt hier auch noch einiges zu tun.
In diesem Zusammenhang würden wir uns auch über Ihr Feedback freuen. Teilen Sie uns gerne mit, wenn im vascoda-Portal etwas nicht so funktioniert, wie Sie es erwarten.

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Fußnote:

* verteilte Suche im zentralen vascoda-Index beim hbz und in den Indizes von GESIS (sowiport und ireon-Portal), TIB (GetInfo) und ZPID (PSYNDEX) und Darstellung der Treffer in einer gemeinsamen sortierten/gerankten Liste

Zur Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda

In Rahmen des Workshops „Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung“ habe ich unsere Überlegungen zur Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda präsentiert.


(Präsentation am besten in Großansicht, Icon full unten links, betrachten)

Der Zugriff auf Volltexte und die Verfügbarkeitsprüfung gestaltet sich derzeit im vascoda-Portal wie folgt: Über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) nachgewiesene Zeitschriftenabonnements ermöglichen einen lizenz- und  standortabhängigen Zugriff auf elektronische Zeitschrifte und Artikel. Liegen ausreichend Informationen vor, dann führt die Verfügbarkeitsprüfung über die EZB-Ampel in vielen Fällen zum Volltext, mindestens aber auf die Zeitschriftenhomepage. Darüber hinaus wird über das so genannte Linkresolver-Gateway in die Nachweissysteme der Bibliotheken verwiesen, wo die lokalen Bestände und Zugriffsmöglichkeiten auf das in vascoda gefundene Dokument aufgezeigt werden.  (Mehr zur Verfügbarkeitsrecherche in vascoda.)
Auch wenn die bisherige Lösung schon in sehr vielen Fällen zum Erfolg führt, so ist die Umsetzung auch hinsichtlich der Benutzerführung und der Darstellung von Verfügbarkeitsinformationen verbesserungsfähig.  Durch das Weiterreichen von Trefferinformationen an die EZB oder in die lokalen Bibliothekssysteme wird zudem für die Nutzer der Weg zur Verfügbarkeitsinformation bzw. bis zum gewünschen Zugriff auf das Dokument doch recht lang. Die Zahl der notwendigen Klicks gilt es deutlich zu verkürzen.

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Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung – eine erste Bilanz des Workshops

Am 25. und 26. August 2009 fand in Hamburg ein Workshop zum Themenkomplex Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung statt. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden den Weg in die ZBW Hamburg – ein Indiz dafür, dass viele Fachportale auf diesem Gebiet Handlungsbedarf sehen.

screenshot-voss

Jakob Voß appelliert an die Bibliotheken

Mit seiner Vorstellung des Projekts DAIA und der einheitlichen Kodierung von Verfügbarkeitsinformationen stimmte Jakob Voß von der VZG auf das Thema ein. DAIA definiert „Verfügbarkeit“ als Zugriffsmöglichkeit auf ein bestimmtes Medium in einer bestimmten Art in einer bestimmten Einrichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die folgenden Vorträge von Gerwin Kasperek und Michael Kluck / Petra Galle, Praxisbeispiele aus vifabio und ireon, zeigten, wie gut und nutzerfreundlich in einzelnen Fachportalen bereits  Informationen darüber, wo ein Nutzer ein bestimmtes Dokument findet, eingebunden sind. Am weitesten verbreitet ist für Bestands- und Verfügbarkeitsinformationen zu Zeitschriften bislang der Einsatz der EZB-Ampel. Wenke Röper von der SBB – PK zeigte im folgenden Beitrag die weitergehenden Möglichkeiten des im kooperativen Projekt Journals Online & Print der ZDB und EZB entwickelten gemeinsamen Verfügbarkeitsnachweises von gedruckten und elektronischen Zeitschriften auf. Die Beispiele und Anregungen aus den vorangegangenen Beiträgen griff Michael Hohlfeld von der vascoda-Geschäftsstelle auf, um perspektivisch aufzuzeigen, welche Optionen sich für die Verbesserung der Verfügbarkeitsprüfung in vascoda ergeben und mittelfristig umgesetzt werden könnten.

diskussion

Engagierte Diskussion

Dem Thema Authorisierung galt der Auftakt des zweiten Workshoptages. Bernd Oberknapp von der UB Freiburg referierte über die Möglichkeiten, Anwendungen mit Shibboleth zu schützen, bevor Thomas Oerder vom DIPF am Beispiel des Fachportals Pädagogik bzw. der Datenbank FIS Bildung ausführte, wie ein Fachportal für ein eigenes lizenzpflichtiges Produkt Shibboleth implementiert hat. Elena Derr berichtete von den ersten Erfahrungen der TIB beim Hosting von Nationallizenzen und zeigte am Beispiel von Getinfo auf, wie Datenbanken in Nationallizenz oder der Möglichkeit des Pay-per-use-Zugriffs in ein Fachportal eingebunden werden. Insbesondere das hierfür entwickelte Lizenzverwaltungssystem ist auch für andere Portale interessant.

Den zweiten Workshopblock gestaltete die SUB Hamburg mit Evaluation und Erfahrung des Einsatzes von Web 2.0-Komponenten für Fachportale am Beispiel der Virtuellen Fachbibliothek cibera.
Mehr dazu im folgenden Beitrag von Markus Trapp.

Themen und Fragen des Workshops wurden ausführlich diskutiert, sowohl im Anschluss an Präsentationen wie auch in einer Gruppenarbeitsphase. Einzelne Aspekte und Lösungsansätze werden wir zum Beispiel in Einzelbeiträgen des vascoda-Blogs noch ausführlicher darstellen.

Interessante neue Features in beluga 0.7

beluga 0.7 ist online. Dies berichtet Anne Christensen von der SUB Hamburg im beluga-Blog und stellt dort die neuen Features  des Katalog 2.0.-Projektes der Hamburger Bibliotheken vor (Empfehlung von zur Suche passender Datenbanken, dynamische Anzeige von Ausleihstatus, Standort und Signatur für die Verfügbarkeitsanzeige, Anbindung an Lernmanagemantsysteme und andere Plattformen, …). Und da dieses Projekt viele Anregungen bietet, die auch für vascoda und die beteiligten Einrichtungen und Fachportale sehr interessant sind, soll dies hier im vascoda-Blog nicht unererwähnt bleiben.

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