ViFa Benelux-Blog online!

Das ViFa Benelux-Blog ist ein neues Informationsangebot des Sondersammelgebietes Benelux für die Disziplinen Niederlandistik, Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung. Die Redaktion wertet laufend eine Vielzahl von Webseiten, Newsletters, Mailinglisten usw. aus, um die Blog-Leser über wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, Angebote zur Informationsversorgung, neue Entwicklungen im Bereich der fachlichen Infrastruktur und sonstige fachlich relevante Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten.

Das Weblog ist Ende November 2011 als eines der ersten Module der im Aufbau befindlichen Virtuellen Fachbibliothek (ViFa) Benelux online gegangen. Es löst den seit dem Jahr 2006 betriebenen SSG Benelux-Service NedGuide-Aktuelles ab. Die in NedGuide-Aktuelles publizierten Fachnachrichten wurden in das Archiv des ViFa Benelux-Blogs übertragen, soweit sie noch Aktualitätswert hatten.

Das Projektteam der ViFa Benelux bedankt sich herzlich bei Michael Hohlfeld (vascoda) für die freundliche Unterstützung beim Aufbau des Blogs!

Kontakt:
Ilona Riek
Projekt ViFa Benelux
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3
48143 Münster

Tel.: 0251-83 240 71
E-Mail

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Neue Web 2.0-Angebote der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft: Twitter-Präsenz und eigenes Blog

Die Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft wird zukünftig Web-2.0-Anwendungen einsetzen. Infolge dessen wurde eine Präsenz im Microblogging-Dienst Twitter erstellt sowie ein eigenes Blog mit Hilfe der Plattform WordPress.com aufgebaut. Ab sofort werden über diese beiden Kanäle Neuigkeiten zur ViFaMusik publiziert.

Die Twitter-Präsenz wird dafür genutzt, um in Form von Kurzmeldungen verhältnismäßig häufig über das Fachportal und die enthaltenen Angebote zu twittern.  Der Account ist unter http://twitter.com/ViFaMusik zugänglich.

Das Blog dient der Veröffentlichung ausführlicherer Beiträge, die etwa alle ein bis zwei Wochen erscheinen sollen und kommentiert werden können. Aufzufinden ist das Angebot unter http://vifamusik.wordpress.com/ .

In erster Linie hat die Möglichkeit zum interaktiven Austausch zwischen ViFaMusik-Benutzern und den ViFaMusik-Projektpartnern zu der Entscheidung geführt, Web-2.0-Anwendungen einzusetzen. Wir freuen uns auf das Feedback in den Kommentaren des ViFaMusik-Blogs.

Die ViFaMusik-Redaktion

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Wie kann die Nutzung von ViFas und Fachportalen erhöht werden? (Teil 1)

In der letzten Woche habe ich über Twitter eine kleine Umfrage unter den Followern gestartet. Es ging dabei um die Frage, wie man die Nutzung von Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportalen erhöhen kann, was zunächst mal gleichzusetzen ist mit der Frage, wie man den Bekanntheitsgrad der ViFas und Fachportale erhöhen kann.  Auch wenn sich die Zahl der Vorschläge und Ideen bei Twitter in Grenzen hielt, möchte ich diese hier im Blog aufgreifen und ergänzen und so auch die weitere Diskussion zu dieser Frage anregen.
Die Nutzung der ViFas und Fachportale ist sehr unterschiedlich, ebenso die Faktoren, die für eine gute Nutzung eine Rolle spielen. Das fängt an beim Bekanntheitsgrad in den Fachcommunities (also bei den Zielgruppen / NutzerInnen) an, geht über den Bekanntheitsgrad und das Standing in der Bibliothekswelt (bei den Multiplikatoren und oft auch in der eigenen Bibliothek) und führt letztlich auch zur (altbekannten) Problematik der Heterogenität der Angebote (technisch und inhaltlich gleichermaßen) bis hin zur Herausforderung der Verstetigung und des nachhaltigen Betriebs und der Weiterentwicklung der Angebote (und eben nicht die alleinige Aufrechrechterhaltung des Status Quo nach Ende der Projektförderung). Ein sehr komplexes Thema also, welchem ich versuchen will, mich in mehreren Beiträgen zu nähern.

„Die NutzerInnen dort abholen, wo Sie sich (im Netz) tummeln.“

@karldietz macht bei der kleinen Twitter-Umfrage den Vorschlag, dass die ViFas die NutzerInnen bei Twitter, Facebook und Co. abholen sollen. Die Themen Web 2.0 und Social Media sind ja tatsächlich schon länger in den Fokus gerückt, waren Inhalt diverser vascoda-Workshops und Beispiele aus den Portalen wurden und werden hier im vascoda-Blog vorgestellt. Immer mehr Bibliotheken und nach und nach auch ViFas und Fachportale sind insbesondere bei Twitter und Facebook zu finden oder betreiben ein Blog oder ein Wiki.  Aber hier ist noch ein langer Weg zu gehen. Die Verantwortlichen der Fachportale müssen teils noch davon überzeugt werden, dass Web 2.0 und Social Media unverzichtbar für die Aussendarstellung und als ergänzende Bestandteile ihrer Angebote sind, noch vorhandene Berührungsängste müssen weiter abgebaut werden. Schön ist aber, dass immer mehr sich trauen, die verschiedenen Dienste auszuprobieren. Manchmal werden dabei im Vorfeld (z.B. im Rahmen von Masterarbeiten) Markanalysen betrieben und die Wünsche der NutzerInnen sowie die Möglichkeiten der Fachportalbetreiber evaluiert. Meist größere Bibliotheken stellen sogar Hauptverantwortliche für den Bereich Social Media ein, die sich auch um entsprechende Angebote der Fachportale kümmern. Betrachtet man dann aber mal die verschiedenen Social-Media-Aktivitäten insbesondere der ViFas und Fachportale genauer, stellt man fest, dass auch hier die Nutzung sehr unterschiedlich aber in der Regel noch zu gering ist. Der Effekt der Weiterverbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken ist sicher nicht zu unterschätzen, allein darauf zu vertrauen, dass sich die eigenen Angebote dadurch herumsprechen wäre aber fatal. Wenn einem bei Twitter oder Facebook hauptsächlich die KollegInnen aus den anderen Portalen und Bibliotheken folgen, dann hat man zwar einen schönen Pool an Multipliaktoren, die eigentliche Zielgruppe (nämlich die Fachcommunities, die NutzerInnen der Fachportale) erreicht man so nur mäßig, wenn nicht gar nur zufällig. Was also tun? Dazu ein paar Überlegungen, die zugegebenermaßen nicht umfassend und auch nicht  unbedingt innovativ aber aus meiner Sicht trotzdem notwendig sind.

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Neue Angebote von ilissAfrica: Wiki-Tutorial, Web2.0-Dienste und Web-Desktops

Die „internet library sub-saharan Africa“ (ilissAfrica) experimentiert seit 2010 mit einigen neuen Dienstleistungen, die im weiteren Sinne dem Thema Web 2.0 zugerechnet werden können. Ausgangspunkt sind zunächst die drei eher klassischen Informationsangebote: das Portal selbst, die WEBIS-Seite und die Informationen auf den Websites der Sondersammelgebiete bzw. Institutionen, die diese Virtuelle Fachbibliothek (ViFa) tragen, nämlich der UB Frankfurt und dem GIGA Informationszentrum in Hamburg. In den folgenden Bereichen, gibt es nun neue Angebote.

ilissAfrica@web2.0 MindMap

Die Angebote von ilissAfrica im Überblick

Tutorials

Das Tutorial „African Studies Informationskompetenz“ führt die Interessierten in die Kunst ein, relevante Literatur schnell und sicher zu finden. Gerade bei der Literaturrecherche lässt sich viel Zeit sparen, wenn die einschlägigen Hilfsmittel zugänglich und ihre grundsätzliche Bedienung bekannt sind. Die Auswahl der heranzuziehenden Hilfsmittel hängt nun stark von der Zielsetzung ab. Das Tutorial unterscheidet drei Hauptziele: Erster Einstieg, Schneller Überblick und Vollständige Bibliographie.

Das Besondere an diesem Tutorial ist seine Organisation und Präsentation als offenes Wiki. Es bündelt die bisher angesammelten Schulungsunterlagen des SSG-Referenten und wird in Datenbankschulungen und Einführungen zur Informationsrecherche interaktiv ausgebaut und laufend aktualisiert. Geplant ist auch zusammen mit den zu schulenden Personen den pädagogischen Wert zu steigern.

Einen fachlichen Ausschnitt daraus ergänzt mit spezifischeren Informationen zur Geschichte Afrikas bietet der „Clio-online Guide Afrika“. Der Guide hat eher Aufsatzcharakter und ist auch ein Versuch, die marginale Position der Afrika-Geschichte in der allgemeinen Geschichte zu verbessern und regionale mit fachlicher ViFa zu verbinden.

Sehr viel mehr in Richtung E-Learning weisend ist der Kurs „Die Datenbank für Internetquellen auf ilissAfrica„. Er nutzt das von der Uni Frankfurt kostenlos bereitgestellte Autorentool LernBar, als echten Selbstlernkurs mit Überprüfungsfragen.

Soziales Web

Ziel der folgenden Angebote ist es, die „modernen“ Nutzer dort abzuholen, wo sie sich sowieso im Netz aufhalten. Es ist ein Schritt auf diese zu, damit sie die Chance haben, unser Portal in ihrer virtuellen Alltagswelt zu finden und dort ihren Freunden bekannt zu machen.

Auf dem social bookmarking-Portal “delicious” bietet ilissAfrica eine Auswahl von Kernangeboten. Hier gilt es vor allem eine Anlaufstelle für die diejenigen zu bieten, die selbst in delicious ihre Links verwalten. Die einzelnen Module von ilissAfrica werden gesondert verlinkt. Die Beschränkung auf wenige Links rührt eben auch aus der Konkurrenz-Situation her: delicious soll nicht als Alternative zum Internetquellenführer der ViFa stark gemacht werden.

Da die bisherige Website des SSG 6.31 vom Charakter her eher statische Informationen anbietet (Erwerbungsprofil, Öffnungszeiten, Kataloge, …) und die Platzierung aktueller Informationen – wie z.B. der Virtuellen Afrika-Vitrine – bisher nicht ideal ist, wird mit einem Blog bei WordPress.com experimentiert. Dieser bildet den Kern der Publikation aller aktuellen Nachrichten. Die Titelzeilen der Blog-Beiträge werden automatisch beim neuen Twitter-Account gepostet. So sind Blogging und Microblogging automatisch zusammengebunden. Der vollständige Blog-Beitrag wird gleichzeitig mittels der Facebook-Anwendung RSS Graffiti automatisch auf die Pinnwand-Seite der neuen Facebook-„Page“ veröffentlicht. Dort gibt es zusätzlich noch einen „Welcome“-Reiter mit einem Suchschlitz, der eine direkte Suche in ilissAfrica von Facebook aus ermöglicht (realisiert mit der Anwendung „My Info: Welcome Tab“). Insofern wird in Zukunft weder bei Twitter noch bei dem sozialen Netzwerk Facebook eine permanente Pflege erforderlich. Einzig der Blog sollte halbwegs am Leben erhalten werden. Hier sind Informationen wie die der bisherigen Virtuellen Afrika-Vitrine, Neuigkeiten über ilissAfrica, Berichte über den Buchmarkt Afrikas, Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet, neue Datenbanken, Nationallizenzen oder Aktivitäten im Bereich Open Access vorgesehen.

Web-Desktop

Ein im ViFa-Bereich ganz neues Angebot widmet sich der Bewältigung der Informationsflut. Um auf dem Laufenden zu bleiben und den Überblick zu behalten, eignen sich so genannte Web-Desktops wie Netvibes, Pageflakes oder iGoogle. Sie werden auch Webtop oder Online Desktop genannt und stellen einen Virtuellen Desktop über das Internet browserbasiert zur Verfügung. ilissAfrica hat nun eine Vorauswahl konfiguriert mit den RSS-Feeds u.a. von

  • aktuellen Nachrichten etwa der BBC World zu AfrikailissAfrica@Netvibes
  • Inhaltsverzeichnissen neuer Zeitschriftenhefte
  • von African Studies Institutionen mit Veranstaltungen und Konferenz-Hinweisen
  • Academic LinkShare zu den neu eingegebenen Websites in ilissAfrica
  • Neuerscheinungen einschlägiger Verlage
  • Blog von ilissAfrica

Diese werden auf einer Seite übersichtlich angeordnet präsentiert. Exemplarisch wurde ein „Dashboard“ bei Netvibes eingerichtet.

Die Zusammenstellung von ilissAfrica kann nachgenutzt werden und dann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Mittels der zugrundeliegenden OPML-Datei kann die Zusammenstellung auch in andere Webdesktops und Feedreader importiert werden. Auf den Seiten wird auch jeweils ein Widget angeboten, um eine schnelle Recherche in ilissAfrica abzuschicken.

Es fehlt noch die eigentliche Verankerung der Dienste auf ilissAfrica und die Neugestaltung der Frankfurter SSG Website mit den entsprechenden Links. Grundsätzlich ist die Schaffung vieler neuer Angebote auf unterschiedlichen Plattformen unter dem Pflegeaspekt nicht ideal. Doch entspricht die Pflege des Blogs eigentlich der Pflege der normalen SSG-Website, die Betreuung des Web-Desktops bedeutet einen minimalen Aufwand (manchmal ziehen RSS-Feeds um) und das Wiki-Tutorial bringt sogar Erleichterungen bei der Vorbereitung von Schulungen. Denkbar wäre perspektivisch auch, das ein oder andere Angebot direkt auf den Seiten der ViFa anzubieten. Da die Angebote sich noch in der Erprobungsphase befinden und Änderungen möglich sind, freuen wir uns über Anregungen und Kritik!

Warum Fachportale twittern sollten

Mit dem Microblogging-Dienst Twitter können kurze Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen versendet werden. Twitter gewinnt trotz dieser „Einschränkung“  zunehmend als Informations- und Kommunikationskanal und damit auch als Marketinginstument an Bedeutung.
Und dies ganz einfach auch deshalb, weil Twitter-Feeds mittlerweile sehr prominent in den Ergbnisslisten der großen Suchdienste auftauchen, aktuelle Twitter-Beiträge teils sogar in Echtzeit in die Suchergebnisse eingebunden werden und eben nicht nur übers Web, sondern auch über die Moblilfunknetze mit den ensprechenden Endgeräten jederzeit und unproblematisch abrufbar sind. Zudem sind die meisten relevanten Web 2.0-Anwendungen mit Twitter verbunden. Neue Bookmarks, Blogartikel oder Fotos und Videos können sofort getwittert werden, und anders herum können Twitter-Feeds in die diversen eigenen Webauftritte (Homepage, Blog, Facebook-Seite etc.) bequem eingebunden werden.

Momentan twittern nur sehr wenige Fachportale (unten mehr dazu). Immer mehr Bibliotheken twittern (z.B. über ihre Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit) und diejenigen davon, die ein Fachportal betreiben informieren so Ihre Follower (sprich Zielgruppe/n) auch über Aktivitäten/Neuigkeiten ihres Fachportals. In vielen Fällen twittern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliotheken und somit zum Teil auch Verantwortliche für die Fachportale und berichten in Ergänzung oder unabhängig vom offiziellen Kanal natürlich auch über ihre Arbeit.  Das LIS-Wiki gibt einen schönen Überblick über die twitternden Bibliotheken und Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Was getwittert wird, dass kann sehr unterschiedlich wie vielfältig sein. Bibliotheken twittern z.B. über diverse Neuigkeiten aus dem Bibliotheksalltag (Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Baumaßnahmen, …), über Neuerwerbungen (Bücher, Lizenzen etc.) oder geben hier Antworten auf Nutzerfragen und bieten Recherche- und Lesetipps. Der Vorteil von Twitter im Gegensatz zu RSS-Feeds oder Newslettern per E-Mail ist, dass dieses Medium interaktiv ist, d.h. dass direkt und i.d.R. öffentlich auf Beitrage geantwortet und so offen kommuniziert wird/werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass Informationen durch so genannte Retweets schnell weiterverbreitet und über die eigenen Follower hinaus gelesen werden.

Welche Fachportale twittern schon? Aktiv twittern derzeit als solche erkennbar nur vier Fachportale. Das sind EconBiz – die Virtuelle Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften, das Slavistik-Portal, die Virtuelle Fachbibliothek Recht und das Fachportal Pädagogik.
EconBiz twittert Hinweise auf wirtschaftswissenschaftliche Veranstaltungen, welche im Veranstaltungskalender des Portals gesammelt werden und dort auch per RSS-Feed abrufbar sind. Neuigkeiten rund um EconBiz selbst werden zusammen mit anderen Informationen über den Twitter-Account der ZBW, der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften verbreitet.

Das Slavistik-Portal twittert neue Links aus dem Slavistik-Guide

Das Slavistik-Portal informiert per Twitter (alternativ zum ebenfalls vorhandenen RSS-Feed) über neue Links im Slavistik-Guide, dem Fachinformationsführer des Portals.
Die ViFa Recht twittert in Ergänzung zu ihren RSS-Feeds noch recht sporadisch über aktuelle Entwicklungen des Portals und über fachrelevante Veranstaltungen.
Das Fachportal Pädagogik informiert per Twitter (ebenso wie per RSS) über neue Publikationen auf dem peDOCCS-Dokumentenserver.
Die ZB MED, die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin twittert regelmässig auch über aktuelle Entwicklungen ihrer beiden Portale MEDPILOT und GREENPILOT, aber auch über weitere Belange der Einrichtung.
Das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) informiert in der Regel über Stellenausschreibungen in der Psychologie sowie über aktuelle Umfragen und Umfrageergebnisse, weniger über Neugigkeiten aus den Recherche- und Informationsdiensten.
cibera – die Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika/Spanien/Portugal – hat zwar einen eigenen Twitter-Account, der aber bisher nicht genutzt wird. Hier hat bisher Markus Trapp als langjähriger Projektmitarbeiter sehr erfolgreich über seinen privaten Twitter-Account auf Neuigkeiten aus dem Portal sowie auf neue Beitrage des von ihm verantworteten cibera-Blogs hingewiesen und tut dies jetzt auch „offiziell“ über den Twitter-Account der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

vascoda, als Einstiegsportal und Verein der Fachportale twittert ebenfalls. Hier besteht für alle beteiligten Portale die Möglichkeit, auf Neuigkeiten hinzuweisen bzw. hinweisen zu lassen, sei es durch eine Kurznachricht oder den Verweis auf einen ausführlicheren Beitrag im eigenen Angebot oder im gemeinsamen vascoda-Blog. Dieser Kanal ist aber in erster Linie dafür da, die Nachrichten aus den Fachportalen zu aggregieren und ergänzt als Multiplikator die eigenen Aktivitäten, ersetzt diese hinsichtlich der unterschiedlichen Zielgruppen aber nicht.

Ein eigener kostenloser Twitter-Account für ein Fachportal ist schnell eingerichtet, eine Anpassung ans Layout des Fachportales z.B. über eineinsprechendes Hintergrundbild ganz einfach. Der Inhalt kann ohne großen Aufwand generiert werden, insbesondere dann, wenn ohnehin schon ein RSS-Feed angeboten wird, dessen Nachrichten dann über einen Aggregations-Dienst (z.B. FriendFeed) automatisch getwittert werden. Das Ganze kann jederzeit durch andere Beiträge und Retweets ergänzt werden. Zu achten ist natürlich auf die Qualität der Beiträge; nicht die Quantität machts. Die Regelung von Zuständigkeiten ist in einigen Einrichtungen sicher ein Thema, aber i.d.R. unproblematisch zu klären. Es können auch mehrere Personen über einen Account twittern und ihre Beiträge über ein Kürzel kenntlich machen. Eine Policy (wer darf was) ist meist überflüssig und bei einem so schnelllebigen Medium auch eher hinderlich.

Twitter ist für Fachportale eine effektive Unterstützung/Ergänzung der Öffentlichkeitsarbeit. Twitter dient aber  zugleich auch der Vernetzung mit anderen Portalen, mit Bibliotheken und Bibliothekaren und mit den Nutzerinnen und Nutzern. Dieser Austausch/Wissenstransfer ist Grundvoraussetzung für den erfolgreichen und nachhaltigen Betrieb eines Fachportales.

„Web 2.0“-Module von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien

Anknüpfend an den vascoda-Workshop „Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung / Möglichkeiten des Web 2.0“ möchten wir die Gelegenheit nutzen, darüber zu berichten, welche Wege Savifa beim Aufbau einer Forscher- und Projektdatenbank Südasien und bei der Einrichtung eines Blogs gewählt hat. In beiden Fällen gibt es bei der Umsetzung Unterschiede zu der Vorgehensweise von cibera, sodass in diesem Beitrag weitere Alternativen vorgestellt werden, wie Web 2.0-Angebote im Rahmen virtueller Fachbibliotheken realisiert werden können.

Forscher- und Projektdatenbank Südasien

Ziele der Forscher- und Projektdatenbank sind zum einen die Förderung von Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Südasienwissenschaft und zum anderen die Expertisen der einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutlicher herauszustellen. Dadurch kann ein steigender Nachfragebedarf nach Südasien-Experten, der insbesondere aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Journalismus oder Bildung kommt, besser bedient und die Sichtbarkeit südasienwissenschaftlicher Forschung erhöht werden.

Bisher existierten Nachweissysteme von Forscherdaten für die Südasienwissenschaft nur in sehr rudimentärer Form.

Bei der Umsetzung der Datenbank war zu berücksichtigen, dass sich die Südasienwissenschaften in eine Vielzahl von Teildisziplinen gliedern. Der starken internationalen Ausrichtung und Vernetzung wurde dadurch Rechnung getragen, dass die Datenbank durchgängig zweisprachig (deutsch/englisch) konzipiert wurde. Dadurch haben auch ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, sich und ihre Projekte in die Datenbank einzutragen bzw. in der Datenbank zu recherchieren.

Neben Browsingeinstiegen zu Nachnamen, Ländern und Regionen, Themengebiet undForscher- und Projektdatenbank Suedasien Sprache bietet die Datenbank sowohl eine einfache als auch eine erweiterte Suche, inklusive Schlagwortsuche. Die Themengebiete orientieren sich an den Teildisziplinen der Südasienwissenschaften und die Länder und Regionen an der modernen politischen Einteilung Südasiens. Bei den Sprachen wird eine Auswahl von 40 Sprachen angeboten, die die am weitesten verbreiteten südasiatischen Sprachen umfasst. Im Einzelfall sind diese Kategorien jedoch auch erweiterbar. Die Beschränkung auf vorgegebene Auswahlmöglichkeiten erhöht die Standardisierung der Einträge.

Zudem besteht die Möglichkeit, Informationen zu abgeschlossenen und laufenden wissenschaftlichen Projekten zu hinterlegen. Diese werden dann dem entsprechenden Forscherdatensatz zugeordnet und sind in der Detailansicht sichtbar. Die vorhandenen Erfassungskategorien sind Titel des Projektes, eine Kurzbeschreibung, sachliche Schlagworterschließung sowie Projekthomepage oder Link zu weiterführenden Informationen. Die Projektangaben können allen Wissenschaftlern zugeordnet werden, die an diesem Projekt beteiligt und bereits in der Datenbank über einen Eintrag verfügen. Auch eine zusammenhängende Darstellung aller an einem bestimmten Projekt Beteiligten ist möglich.

Die Datenbank ist von der IT-Abteilung der UB Heidelberg programmiert worden und komplett in die Struktur und das Layout der Savifa-Homepage integriert.

Die Aufnahme in die Datenbank erfolgt über ein Webformular, bei dem neben Kontaktdaten auch die institutionelle Zugehörigkeit sowie Forschungsschwerpunkte, Themengebiete und Projekte eingetragen werden können. Aktuell sind rund 280 Personen in der Datenbank verzeichnet. Davon sind etwa 60 Prozent der Datensätze von Savifa-Mitarbeitern eingepflegt worden. Die restlichen 40 Prozent sind Selbsteinträge, die jedoch von Mitarbeitern des Fachportals nachbearbeitet und erst dann freigegeben wurden.

Bei der Nachbearbeitung werden fehlende Informationen ergänzt und die Einträge bezüglich der Zweisprachigkeit vervollständigt. Hinsichtlich einer Standardisierung der Einträge werden auch Einträge zur institutionellen Zugehörigkeit sowie die Schlagworte nachbearbeitet. In der Regel wird dabei auf das Vokabular der Gemeinsamen Körperschaftsdatei (GKD) sowie der Schlagwortnormdatei (SWD) zurückgegriffen. Bei Online-Publikationen wird zudem die entsprechende URL bzw. URN nachgeführt, sodass Benutzer direkt zum Volltext gelangen.

Eine eigenständige Überarbeitung oder Aktualisierung des eigenen Profils ist nicht möglich. Hierzu bedarf es einer Mitteilung an die Mitarbeiter von Savifa.

Savifa als Autor auf dem Blog von suedasien.info

Da das Informationsportal suedasien.info, mit dem Savifa seit Mitte 2007 kooperiert, bereits mit einem Weblog gestartet war, entschieden wir uns dagegen, ein eigenes Blog anzubieten. Seit März 2008 beteiligt sich Savifa als eigener Autor bei suedasien.info. Dies hat den Vorteil, dass Informationen gezielt auf einem bereits etablierten Blog platziert werden können. Zugleich bedeutet dies eine Arbeitserleichterung, da technische, administrative und redaktionelle Tätigkeiten wegfallen, die bei einem eigenen Blog unumgänglich sind.

Regelmäßig schreiben wir Beiträge zu interessanten Internetressourcen (Website der Woche), veröffentlichen Buchbesprechungen von Neuanschaffungen des SSG Südasien oder berichten über neue Angebote von Savifa.

Durch die Zusammenarbeit mehrerer Autoren, die regelmäßig bei suedasien.info bloggen, ist mittlerweile ein lebendiges Blog entstanden, das auch bei einem interessierten nicht-wissenschaftlichen Leserkreis auf großes Interesse stößt.

Bei Fragen zur Konzeption und den Arbeitsabläufen dieser Angebote von Savifa stehen wir Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung

merkel@sai.uni-heidelberg.de

geyer@sai.uni-heidelberg.de

Hinweis: Dieser Artikel wurde von Nicole Merkel und Robby Geyer verfasst.

Möglichkeiten des Web 2.0 für Fachportale

Im zweiten Block des gestern an der ZBW Hamburg zu Ende gegangenen Workshops «Verfügbarkeitsnachweise, Authentifizierung und Autorisierung / Möglichkeiten des Web 2.0», den vascoda gemeinsam mit der SUB Hamburg veranstaltet hat, habe ich anhand dieser Präsentation gezeigt, wie die SUB Hamburg das Thema Web 2.0 in der ViFa cibera umsetzt und welche Erfahrungen wir bisher damit gemacht haben. Natürlich kann das Betrachten der Präsentation nicht die Anwesenheit im Workshop ersetzen, aber vielleicht ist es für die ein oder anderen Kollegen aus anderen Portalen, die nicht zum Workshop nach Hamburg kommen konnten, trotzdem interessant, sich diese Vorstellung anzusehen:


(Präsentation am besten in Großansicht, Icon full unten links, betrachten)

Mein Vortrag widmet sich der Frage, wie eine Virtuelle Fachbibliothek die Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen kann, sowohl auf der inhaltlichen Ebene als auch unter Marketing-Gesichtspunkten. Anhand neu eingeführter Module bei cibera (Blog, Wiki, Social Bookmarking) wird eine kritische Evaluierung vorgenommen und es werden Hinweise zur Übernahme bewährter Verfahren in andere ViFas gegeben.

Im insgesamt vierstündigen Workshop-Block zu Web 2.0 wurden die Präsentation des Web-2.0-Konzeptes von cibera und die arbeitspraktischen Erläuterungen, wie wir mit welchen Aufwänden was realisiert haben, immer wieder durch lebhafte Diskussionen und berechtigte kritische Nachfragen unterbrochen. Die Fragen betrafen vor allem die Punkte (wissenschaftliche Ausrichtung des Blogs, Nachhaltigkeit, Fortführung der eingeführten Module nach Projektende, oder die Frage, warum diese oder jene Dienste nicht in cibera integriert wurden).

Die Tatsache, dass so lebhaft diskutiert wurde, war hoffentlich auch im Sinne der Teilnehmer, denn nichts ist langweiliger und unproduktiver als die pure Präsentation von Ergebnissen ohne eine kritische Diskussion der selbigen. Die Teilnehmer, die aber wegen der hohen Diskussionsanteile ihre Fragen nicht mehr stellen konnten – oder wagten 😉 –, oder die ihre Fragen erst formulieren können, nachdem sie sich die präsentierten Maßnahmen näher angeschaut haben, sind herzlich eingeladen, dies per E-Mail (meine Kontaktdaten siehe ciberaBlog oder letzte Folie der Präsentation) nachzuholen.

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